Archiv der Kategorie ‘Kurs 09‘

Ausländer und Einheimische – Probleme und Lösungen

Freitag, den 3. April 2009

von Marilena Makrigianni, George Nippis und Hansen Yen

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Interkultutrelle Probleme“ entstanden.

Das Phänomen der Globalisierung hat heutzutage die Welt erobert. Die zunehmende Maximierung des Profits und die Minimierung der Kosten führen zur Suche nach neuen Märkten. Wirtschaftliche Übernahmen und Fusionen weltweit verursachen die Umstellung der Arbeitskraft. Viele Leute, die eine bessere Zukunft suchen, wandern in andere Länder aus. Diese Suche nach besseren Perspektiven im Leben in Kombination mit der Internationalisierung der Produktion hat zu einer interkulturellen Gesellschaft geführt.

Aber was bedeutet eigentlich „interkulturell“? „Interkulturell“ bezeichnet eine Situation, in der mehrere Kulturen miteinander in Beziehung stehen. Das bedeutet, dass Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, verschiedenen Sprachen, Nationalitäten und Religionen in derselben Gesellschaft zusammenleben. Durch diese kulturellen Unterschiede ergeben sich verschiedene Traditionen, Lebensstile und Vorstellungen von Werten und Ethik. Die unterschiedlichen Kulturen koexistieren und ebenso beeinflussen sie einander in der Gesellschaft. Dadurch werden zwar positive Funken hergestellt, aber häufig werden auch interkulturelle Probleme verursacht.

Für eine interkulturelle Gesellschaft ist es wichtig, dass sie zum Aufbau von Toleranz führt. Jeder muss lernen, den anderen zu respektieren und niemanden wegen seiner Religion oder seiner Bräuche zu verurteilen, denn sonst kann diese Gesellschaft sich nicht weiter entwickeln. Wenn die Menschen lernen, andere Menschen und ihre Lebensweisen zu respektieren, fällt es ihnen auch wesentlich leichter, anderen Dingen gegenüber tolerant zu sein. Aber wenn es keine Toleranz gibt, treten mehr Probleme auf, wie Aggressivität, Unsicherheit, Introvertiertheit, Diskriminierung und Isolierung. Der Mangel an Respekt und auch die problematische Erziehung in der Schule und Familie sind eigentlich die Hauptgründe dafür, dass verschiedene Kulturen von Einheimischen nicht akzeptiert werden. Die fehlende Toleranz auf beiden Seiten schadet der Beziehung zwischen Leuten und verringert die Perspektiven, dass sich eine interkulturelle Gesellschaft verwirklicht.

Ein gleichermaßen wichtiges Problem ist die Kommunikation und der Kontakt mit anderen Leuten. Die Sprache spielt eine große Rolle und ohne diese können Ausländer nicht überleben. Sogar im Arbeitsumgang ist die Kenntnis der lokalen Sprache gefordet. Die Beherrschung der lokalen Sprache durch die Ausländer wird normalerweise von den Einheimischen besonders respektiert und bringt die verschiedene Leute einander näher. Die wichtigste Rolle spielt der jüngere Teil der Bevölkerung, der offener ist, vielleicht im Ausland studiert und daher keine Angst vor Fremden hat. Leider führen die Schwierigkeiten der Kommunikation oft zur Isolation der Ausländer. Manchmal haben isolierte Gruppen sogar keine Verbindung zu den Einheimischen. Sie haben bestimmte Treffpunkte oder Verbände und vermeiden den Umgang mit anderen. Wegen der Isolation werden sie nicht integretiert, deswegen werden sie manchmal zu kriminellen Taten verleitet. Die Kriminalität ist gestiegen und die Angelegenheit verursacht mehr Isolation – ein Teufelskreis.

Die Akzeptanz anderer Zivilisationen durch die Einheimischen setzt nicht ihre eigene Zivilisation aufs Spiel. Trotzdem haben sie in solchen Situationen Angst davor. Zum Beispiel wurde im Dezember 2003 in Frankreich das Kopftuch, das ein Symbol der isalamischen Religion ist, in Schulen und Universitäten verboten, weil es nicht in Einklang mit der europäischen Kultur stand. Die Reaktion der Muslime kam sofort und in allen Medien wurde betont, dass das Verbot des Kopftuchs in Frankreich nur Probleme schaffen könne.

In einer interkulturellen Gesellschaft müssen die verschiedenen Kulturen aufeinander zu gehen. Man muss versuchen, gemeinsam und nicht gegeneinander zu leben. Nur wenn alle zusammenarbeiten und voneinander lernen, können die Lücken in der Gesellschaft geschlossen werden. Der Gedanke an eine ideale interkulturelle Gesellschaft ohne Vorurteile und mit Gleichberechtigung aller Menschen kann nur langsam und schwer verwirklicht werden und nur, wenn die Menschen sich große Mühe geben.

Wie die Deutschen leben

Mittwoch, den 1. April 2009

von Chieh-Hsuan Huang und Hassan Farag

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Typisch Deutsch“ entstanden.

„Zwei ganz verschiedene Dinge behagen uns gleichermaßen: die Gewohnheit und das Neue.“ – Jean de La Bruyère, Die Charaktere.

Jedes Land und jede Nation hat eigene Traditionen, Mentalitäten und Gewohnheiten. Damit man als Ausländer den kulturellen Schock in Deutschland vermeiden kann und sich der deutschen Gesellschaft anpassen und sich integrieren kann, sollte man kennenlernen, was typisch Deutsch ist. Wir wohnen seit einiger Zeit in Deutschland. Möglicherweise sind uns und Ausländern allgemein die Mentalitäten und Gewohnheiten der Deutschen nicht so bekannt. Deshalb versuchen wir, Ihnen die wichtigsten Aspekte, die typisch Deutsch sind, in diesem Text kurz vorzustellen.

Deutschland ist ein großes und uraltes Land in Europa, das eine über 500.000 Jahre alte Geschichte und über 6000 schöne Schlösser und Herrenhäuser hat. Es ist selbstverständlich, dass Deutschland sowohl viele Dialekte als auch viele Traditionen hat, die von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich sind. Deswegen sind hier nur allgemeine Informationen dargestellt.

Besuchen und Treffen:
-Mit Bekannten: Der/die Gastgeber/in muss vor dem Treffen/Besuch erst infomiert werden und es wäre besser, wenn ein Geschenk mitgebracht wird. Schokolade oder Rotwein ist immer angemessen.
-Bei den Behörden: Ein Termin muss im Voraus vereinbart werden und Geschenke sind auf keinen Fall akzeptabel.

Begrüßung:
-Beim ersten Treffen: Erst wird die Frau begrüßt, dann werden der Mann und das Kind begrüßt.
-Mit Bekannten und Freunden: Die Frauen küssen sich zwei Mal auf die Wange, ein Mal links und ein Mal rechts, und die Männer  geben sich nur die Hände. Fast immer duzen sie einander.
-Bei deutschen Katholiken ist es so, wenn zwei Personen zwei ander Personen treffen, dürfen sich nicht alle vier gleichzeitig schräg die Händ geben derart, dass ein Kreuz gebildet wird, weil es nach der Religionsvorschrift ein Tabu ist.
-Bei den Behörden: Frauen und Männer begrüßen sich nur mit Handdruck, wenn überhaupt. Immer siezen sie einander und auf keinen Fall duzen sie sich.

Vorrangstellung:
-Ladys first: Erst haben die älteren Frauen und die älteren Männer den Vorrang bei Eingang, Ausgang oder beim Servieren des Essens, dann haben die jüngeren Frauen und die jungeren Männer den Vorrang, am Ende kommen die Kinder, ob sie Junge oder Mädchen sind, ist egal.

Essen:
-Die Deutschen kochen gerne, weil das leckere Essen mit Liebe verbunden ist. Wie das deutsche Sprichwort sagt: Liebe geht durch den Magen.
-Die Deutschen legen auch viel Wert auf Frühstück und auf Mittagessen, die beide Mahlzeiten sind wichtiger bei den Deutschen als das Abendessen. Während des Essens sind Nase putzen, Rülpsen, Schlürfen und Fotografieren unangenehm.
-Die Deutschen haben zehn Lieblingsspeisen: An erster Stelle steht „Spaghetti Bolognese“, dann „das Wiener Schnitzel“ und „Pizza Margherita“. Danach kommt „die Rinderroulade“ und „das Rindersteak“. Danach folgt „die Gemüsesuppe“ und „die Lasagne“. Vor dem „Gulasch“ ist „der Spargel“ beliebt. An letzter Stelle steht „der Sauerbraten“.

Trinken:
Die Deutschen trinken gerne sowohl alkoholische Getränke als auch alkoholfreie Getränke. Der Trend ist bei Erwachsenen und Jugendlichen unterschiedlich.
-Alkoholfreie Getränke: Am beliebtesten ist Kaffee. Der Deutsche Kaffeeverband berichtete im Jahr 2008, dass ein/eine Deutsche ca. 146 Liter Kaffee im Jahr trinke. Dann folgt das Mineralwasser und Wasser mit leichtem Fruchtsaftanteil. Der Trend geht bei den Deutschen heutzutage zum (Near-Water) wie Apfel-Mirabelle, Sternfrucht Lotusblüte und Pfrisch-Zitrone. Danach kommt die Apfelschorle und als letztes Smoothies.
-Alkoholische Getränke: Am beliebtesten ist Rotwein, dann folgen Sekt und Weißwein. Außerdem sind Weizenbier, Glühwein, Weißweinschorle und Apfelwein beliebt. Bier (Alcopops) ist bei Jugendlichen am beliebtesten.

Kuchen:
Die Deutschen haben zwar viele verschiedene leckere Kuchensorten, aber die beliebtesten Kuchen sind Zwiebelkuchen und Rhabarberkuchen.

Restaurant:
-Seit September gilt Rauchverbot in allen Restaurants in Deutschland.
-Hunde im Restaurant: Die allgemeinen Restaurantsregel gelten natürlich auch in Deutschland. Aber typisch Deutsch ist, dass man den Hund ins Restaurant mit hinein nehmen darf und der Hund seinen Teller auf dem Boden bekommt.
-Wenn man Gabel und Messer nebeneinander nach dem Essen auf den Teller legt, bedeutet es, ich bin mit dem Essen fertig und bitte abräumen.
-Beim Bezahlen wird Wasser auch mit berechnet.
-Getrennt bezahlen: Wenn man nicht eingeladen ist oder wenn man niemanden eingeladen hat, wird die Zahlung derart getrennt, dass jeder für sich bezahlt.
-Die Deutschen bezahlen auch gerne Trinkgeld (etwa fünf Prozent der Summe).

Typisch deutsche Frauen:
Eine deutsche Frau will immer so selbständig sein, dass keiner, auch ihr Partner, sich in ihre Dinge einmischt. Zumeist denken deutsche Frauen ab 30 daran, eine Familie zu gründen oder eine feste Beziehung zu haben. Ihre Hobbys sind Schuhe, Taschen und Make-up. Sie bevorzugen Männer, die Machos und US-Amerikaner sind und braune Haut haben. Darüber hinaus wäre der Mann fast perfekt, wenn er auch Spanisch spricht.

Typisch deutsche Männer:
Die meisten deutschen Männer sind Fußballfans. Ihre Hobbys sind Autos, Sport und Muskeln aufbauen. Deutsche Männer stehen auf Frauen, die folgende Eigenschaften haben: Eine schlanke Figur, große Brüste, braune Haut, schwarze Harre, eine gute Persönlichkeit, Herkunft aus Spanien. Eine Frau ist bevorzugt, wenn sie herrlich duftet und ein dünnes Kleid trägt, besonders am Abend.

Pünklichkeit:
Ich habe mich öfter gefragt, ob Engländer oder Deutsche pünktlicher sind. Die Deutschen legen viel Wert auf Pünktlichkeit.
-Aber etwas ist typisch: Die Deutschen gehen entweder pünktlich oder fünf Minuten früher zu einem Termin oder zu einer Einladung, weil ein deutsches Sprichwort sagt: Fünf Minuten vor der Zeit ist des Kaisers Pünklichkeit.
-Wenn die Deutschen auf „eine große Party“ eingeladen werden, gehen sie ca. eine halbe Stunde später und lassen dem/der Gastgeber/in genug Zeit für die Vorbereitungen.

Typisch Deutsch im Alltag:
-Die Deutschen nehmen die US-Amerikaner als Vorbild im Leben.
-Nase putzen: Wenn ein/eine Deutsche/r erkältet ist und sich in der Öffentlichkeit die Nase putzen möchte, versucht er/sie, es diskret zu tun.
-Die Nummer 08-15: Wenn etwas schlecht ist, nennen sie es 08-15.
-Vor der Geburtstagsparty gratulieren die Deutschen nicht zum Geburtstag, weil es Unglück bringt.
-Die Deutschen ziehen die Nachbarn den Verwandten vor, weil sie näher als die Verwandten sind.
-Die Deutschen sind sehr fleißig und arbeiten gerne. Dafür sagen sie immer: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
-Die Deutschen feieren gerne das Oktoberfest und im Karnaval.
-Wenn sie Spaß machen, sagen sie häufig am Ende oder sofort: „Spaß“ oder „das war Spaß“, um Missverständnisse zu vermeiden.
-Die Deutschen rechnen immer noch in der alten Währung „Deutsche Mark“.
-Finger knacken. Darüber regen sich die Deutschen sehr auf.
-Wenn sie nichts zu reden haben, sprechen sie über das Wetter.
-Deutschland ist eine „Kuli-Klauer-Nation“. Sie nehmen gerne den Kuli des/der Kollege/in mit.
-Die Deutschen leben nach einem „Plan“. Für alles wird geplant.
-Wenn die Deutschen ein sich küssendes junges Pärchen irgendwo sehen, lächeln sie und denken: „Ach, wie schön ist es, verliebt zu sein“.

Ordnung:
-Im sehr berühmten Lied „Deutschland“ zeigen „Die Prinzen“ manche Charakterzüge, die die Deutschen haben. Einer von ihnen ist Ordnung. Sie singen: „Wir steh’n auf Ordnung und Sauberkeit.“
-In der Sprache können wir hören, dass eine Sache „an Ort und Stelle erledigt wird“ oder „in Ordnung ist.“ Es bedeutet, dass die Sache gut gemacht wird. Wenn die Dinge der deutschen Ordnung entsprechen, ist ein Deutscher zufrieden.

Hoffentlich, lieber/liebe Leser/in, konnten wir Ihnen etwas über die schönen und wunderbaren deutschen Gewohnheiten informieren. Denjenigen, die sich gerne testen möchten, ob sie Deutsch sind oder nicht, empfehle ich diese Seite. Außerdem emfpehle ich auch das Lied „Deutsche“ von Basta zu hören.

Eine kleine Stadtgeschichte Düsseldorfs

Montag, den 30. März 2009

von Rosalina Ramiro und Juan Manuel Gil Roman

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Düsseldorf“ entstanden.

Die Neandertaler wohnten in der Umgebung von Düsseldorf seit der Steinzeit, vor etwa 100.000 bis 40.000 Jahren. Dieser Name kam von dem Fundort Neanderthal, etwa 4 km östlich des Stadtgebiets. Man hat Funde menschlicher Kultur gefunden, die aus der Bronzezeit (1800 bis 700 vor Christus) und der vorrömischen Eisenzeit (700 bis um Christus Geburt) stammen.

Die ersten schriftlichen Erwähnungen von Düsseldorf gehen auf das Jahr 1185 zurück. Es gibt ein Schreinbuch, in dem diese Stadt „Dusseldorp“ gennant wird. Düsseldorf verwandelt sich nicht in eine Stadt bis zum Jahr 1288, nach der Niederlage von Köln im Kampf von Worringen. Dieser Kampf wird die Rivalität zwischen den beiden Städten markieren. Man kann sagen, dass sich diese Rivalität bis heutzutage hält.

Düsseldorf erfuhr ein schnelles Wachstum und erlebte seine Goldzeit unter dem Mandat von Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz, der die Stadt von 1679 bis 1716 regierte. Nach dem Tod Johann Wilhelms verfiel die Stadt in einen langen und langsamen Abstieg.

1773 wurde die älteste Kunstakademie Europas gegründet. Bekannte Künstler studierten oder lehrten in dieser Akademie, wie zum Beispiel Paul Klee, Nam June Paik und Joseph Beuys.

Die französische Armee bombardierte 1795 die Stadt und radierte seine Befestigungen aus, die später in Parks und Gärten umgewandelt wurden.

1797 wurde Heinrich Heine, einer der größten deustchen Dichter, geboren.

Napoleon I. gründete 1805 das Großherzogtum Berg im Rahmen des Rheinbündnis und Düsseldorf wurde zur Haupstadt ernannt. Die Herzöge von Berg residierten in einem Schloss, in dem andere bekannte Persönlichkeiten wohnten, wie zum Beispiel Joachim Murat und Jérôme Bonaparte.

Nach dem Absturz des französischen Kaisserreichs von Napoleon verordnete der Kongress von Wien, dass das Herzogtum zu Preußen gehörte. 1815 wurde Düsseldorf vom preußischen König Friedrich Wilhelm in Besitz genommen.

Durch die Industrialisierung gewann Düsseldorf seine wirtschaftliche Kraft wieder. Die neuen Maschinen schufen Reichtum und die Stadt wuchs unaufhörlich. Neue Brücken wurden gebaut, um die Expansion am anderen Rhein-Ufer zu erleichtern. Viele Industriebetriebe siedelten sich in der Stadt an, wie zum Beispiel die Glashütte, das Textilgewerbe oder die Stahlwerke.

Die belgischen und französischen Truppen besetzten Düsseldorf von 1921 bis 1925 nach dem Absturz des Zweiten Reichs im Ersten Weltkrieg.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden mehr als 80 Prozent der Stadtmitte Düsseldorfs zerstört und es überlebten nur 249 Personen einer jüdischen Gemeinschaft mit 5100 Menschen. Nach dem Krieg gründeten 1946 die Briten das Land Nordrhein-Westfalen und Düsseldorf wurde zur Haupstadt ernannt.

Heutzutage haben viele Versicherungs-, Fernmelde- und Werbeunternehmen sowie zahlreiche Banken und japanische Firmen ihren Sitz in Düsseldorf. Die Stadt wurde zu einer Dienstleistungstadt, in der mehr als 3000 internationale Firmen ihren europäischen Sitz haben.

Wichtige Menschen aus Düsseldorf:

Johann Wilhem von der Pfalz

Johann Wilhelm von der Pfalz, auch Jan Wellem gennant, geboren in Düsseldorf am 19. April 1658, gestorben in Düsseldorf am 8. Juni 1716.

Johann Wilhelm war der älteste Sohn vom Philipp Wilhelm, der die folgenden Titel besaß: Pfalzgraf und Herzog von Pfalz-Neuburg, Herzog von Jülich und Berg, Kurfürst von der Pfalz.

Da Frankreich auch Anspruch auf die Kurpfalz beantragte, verheiratete Philipp Wilhelm 1678 seinen Sohn Johann Wilhelm mit der Erzherzogin Maria Anna Josepha, Tochter des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand III. und seiner Gattin Prinzessin Eleonora Magdalena Gonzaga von Mantua-Nevers. 1679 setzte Philipp Wilhelm ihn als Statthalter von Düsseldorf ein. Der Vater überlies seinem Sohn Johann den jülich-bergischen Länderkomplex und ab dann nannte sich der Sohn Johann Wilhelm II., Herzog von Jülich und Berg. Um sich gegen Frankreich zu schützen, verheiratete Philipp Wilhelm seine Tochter Sophie mit König Peter II. von Portugal und seine Tochter Maria Anna mit dem spanischen König Karl II. Zusätlich trat er der Augsburger Allianz bei, die ein Bündnis gegen die Expansion Frankreichs darstellte. Dies alles ermöglichte Philipp, sich ganz der Kurpfalz zu widmen. Doch trotz aller Bündnisse konnte der Angriff Ludwigs XIV. auf die Kurpfalz nicht verhindert werden. Nach Mannheim und Frankenthal fiel 1689 auch Heidelberg den Franzosen in die Hände. Philipp Wilhelm zog sich nach Neuburg zurück, wo er 1690 als gebrochener Mann starb.

Am 2. September 1690 nach dem Tod seines Vaters Philipp Wilhelms übernahm Johann Wilhelm die Regierung und während des Krieges mit Frankreich leitete er die Wende in der Konfessionspolitik und die Gegenreformation in der Kurpfalz ein. Wegen des Pfälzer Erbfolgekriegs wohnte Johann Wilhelm nicht im zerstörten Heidelberg, sondern im Düsseldorfer Schloss. Jan Wellem heirate in Ulm an der Donau am 5. Juni 1691 die Prinzessin Anna Maria Luisa de Medici (1667–1743), Tochter des Großherzogs der Toskana, Cosimo III. de Medici und seiner Gattin Prinzessin Margarete von Orléans ein zweites Mal, nachdem seine erste Frau 1689 verstarb. Im Frieden von Rijswijk 1697, der den Pfälzer Erbfolgekrieg beendete, und der dort abgeschlossenen Klausel, erreichte er die Rückgabe der von den Franzosen besetzten pfälzischen Gebiete. Während seiner Regierung ließ Jan Wellem prachtvolle Bauten wie das Schloss Bensberg erbauen und gab den Ausbau des Düsseldorfer Schlosses in Auftrag. Durch sein aufwändiges Hofleben verschaffte er vielen Künstlern und Handwerkern Aufträge.

Zu seinen größten Leidenschaften zählte die Förderung von Kunst und Kultur. In der Residenzstadt Düsseldorf gründete er die Düsseldorfer Gemäldegalerie mit Werken vor allem von Rubens. Jean Frans van Douwen war Johann Wilhelms Hofmaler. Gabriel de Grupello erschuf auf dem Marktplatz von Düsseldorf das Reiterstandbild von Jan Wellem.

In der Dominikanerkirche St. Andreas in Düsseldorf befindet sich die Grabstätte von Johann Wilhelm.

Heinrich Heine

Christian Johann Heinrich Heine, geboren in Düsseldorf am 13. Dezember 1797, gestorben in París am 17. Februar 1856, Sohn judischer Eltern, war einer der wichtigsten deutschen Poeten und Journalisten des 19. Jahrhunderts.

Heine wird als der lezte Poet und Gewinner der Romantik bezeichnet. Er gab der deutschen Sprache Einfachheit und Eleganz, was vorher nicht vorstellbar war. Heine wurde damals geliebt und gefürchtet wegen seiner verpflichtenden Weise, seiner Arbeit als kritischer Journalist nach zu gehen. Wegen seines judischen Ursprungs und seiner politischen Meinung wurde er immer ausgeschlossen und angegriffen. Seine Einsamkeit prägte seine Bücher und sein Leben. Heutzutage ist Heine der meist übersetzte und erwähnte deutsche Poet.

Auswirkungen der Werbung auf die Gesellschaft

Freitag, den 27. März 2009

von Evrim Can, Ana Matovska und Maggie Fu

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Werbung“ entstanden.

Die Geschichte der Werbung begann vor mehr als zwei Jahrtausenden. Die erste Werbung war mündliche Werbung. Händler, Austräger und wandernde Handwerker haben ihre Waren und Dienstleistungen auf den Straßen und Markplätzen gerühmt. Als die erste schriftliche Werbung gilt ein in London aufbewahrtes Papyrus, in dem der Verkauf eines Sklaven gemeldet wurde. Aushänge wurden an Mauern und häufig besuchten Gebäude platziert. Archäologen fanden so etwas in den Ruinen des antiken Rom und Pompeji. Die Wende in der Geschichte hat sich 1445 ereignet, als von Johannes Gutenberg die Druckerpresse erfunden wurde. Damit konnte man schnell und mit hoher Qualität Texte kopieren, dazu Plakate, Handzettel und Zeitungsanzeigen herstellen. Die nächste Erfindung, die die Entwicklung der Werbund beeinflusst hat, war die Fotografie. Die Waren und Leuten sahen wie im realen Leben aus. Die Fotografie hat mehr Vertrauen und Interesse an Werbung geweckt. Seit dem 19. Jahrhundert wurden Psychologen und Soziologen in der Werbebranche aktiv herangezogen. Ab diesem Moment wurde die Werbung eines der effektivsten Manipulationsmittel des Massenbewusstseins. Schätzungen zufolge wird ein Mench in der modernen Gesellschaft innerhalb eines Tages ungefähr 1500 Mal mit Werbung konfrontiert. In Deutschland wurde der Begriff „Reklame“ vom französischen réclame (frz.: réclamer: ausrufen, anpreisen) bis in die 1930er Jahre verwendet. Heutzutage hat dieser Begriff eine negative Bedeutung und wurde durch „Werbung“ ersetzt.

Die Werbung dient der Absatzförderung, der Kundschaftbeschaffung, dem Vertrieb von Waren und Dienstleistungen und kann eine Veränderung des menschlichen Bedarfs bewirken. Ohne Werbung kann man sich unseren Alltag nicht mehr vorstellen. Sie ist zu tief in unserem Leben verankert, z.B im Fernsehen und Radio, in Zeitungen, im Internet, auf der Straße mit Werbetafeln, Plakatwänden und Litfassäulen. Die Werbung ist immer plakativ, d.h sie hat immer einen einfachen Slogan als Kernaussage. Sie zeigt uns glückliche und erfolgreiche Menschen oder erzählt über Freiheit, Liebe, Kraft, Schnelligkeit, Entwicklung usw. Mit Sonderangeboten, Schäppchen oder befristeten Angeboten beeinflusst die Werbung den Menschen zu konsumieren. Aber die Menschen merken dies nicht, weil große Werbeagenturen in der Werbeindustrie arbeiten. Sie erfinden interessante Verkaufsstrategien oder Tricks, mit denen der Umsatz einer Firma erhöht werden kann. Mit der Steigerung des Umsatzes einer Firma erhöht sich die Produktion. Dies bringt mehr Arbeit. Folglich bezahlt die Firma mehr Steuern an die Regierung und die Wirtschaft expandiert. Eine expandierende Wirtschaft bedeutet automatisch auch gesteigerten Konsum. Wegen dieses Kreislaufs kann die Wirtschaft ohne Werbung nicht auskommen.

Andererseits manipuliert die Werbung besonders jugendliche Konsumenten, die wenig Erfahrung haben und auch Menschen, die eine schlechte Bildung haben. Sie glauben, dass alles, was sie in der Werbung sehen, der Wahrheit entspricht. Aber viele Dinge sind Übertrieben. Die Produkte stehen nicht immer im Vordergrund, sondern übertriebene Images wie Sex, Kraft und Erfolg. Diese Übertriebenen Images beeinflussen die Jugendlichen, die ohne Zweifel blindlings in die Werbung vertrauen. Es kann sein, dass die steigende Jugendkriminalität auf die Werbung zurückgeführt werden kann. Außerdem werden die guten Seiten immer in der Werbung präsentiert und die schlechten Seiten der Produkte werden nicht unterdrückt, sondern sind gar nicht präsent. Menschen ohne Erfahrung und Kenntnisse vertrauen gänzlich der Werbung ohne Zweifel und finden sich am Ende hereingelegt. Das Babymilchpulver in China ist ein gutes Beispiel. Die Eltern glaubten, was in der Werbung gesagt wurde, war gut für ihre Babies. Die Eltern brachten mit ihrem Vertrauen in die Werbung die Säulinge im Gefahr.

Zusammenfassend kann man sagen, dass für die erfolgreiche Präsentation der Produkte die Werbung ein sehr wichtiges Element in der heutigen Wirtschaft ist. Die großen Unternehmen geben immer mehr Geld für Werbekampagnen aus, was sich selbstverständlich lohnt, da dadurch die Profite enorm steigen. Viele Leute arbeiten in dieser Branche, die als eine der Branchen mit den besten Berufsperspektiven heutzutage gilt. Das sind die Leute aus dem Marketingbereich, sowie die Leute, die für den kreativen Teil der Werbung zuständig sind. Damit der Verkauf der Produkte immer erfolgreich ist, sorgen die Werbeagenturen immer für neue und frische Werbeideen und Strategien und stehen dabei in Konkurrenz zueinander. Für mehr Erfolg bei der Manipulation der Kunden benutzen die Werbeleute oft bekannte Personen wie Schauspieler, Sänger, Models, Sportler usw. Ein Beispiel hierfür ist die Werbekampagne von „PEPSI“, in der Britney Spears, Beyonce und Pink vorkommen, oder das Beispiel David Beckham.

Interkulturelle Probleme in einer romantischen Beziehung

Mittwoch, den 25. März 2009

von Mayse Carvalho, Sandra Hoffmeister und Sharon Schmidt

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Interkultutrelle Probleme“ entstanden.

Das Thema „Interkulturelle Probleme in einer romantischen Beziehung“ findet seit vielen Jahren Beachtung. Vielleicht vor mehr als zweihundert Jahren (in der Zeit der Könige) konnten die Prinzessinnen sich nicht weigern, wenn ihre Eltern sie mit einer Person aus einem anderen Königreich verkuppelten. Heutzutage hängen interkulturelle Liebesbeziehungen mit der Globalisierung zusammen. Aus erzieherischen, beruflichen oder privaten Gründen reisen viele Menschen ins Ausland, und damit haben sie die Möglichkeit, andere Traditionen kennenzulernen, andere Sprachen zu erlernen und ebenso eine romantische Beziehung frei zu beginnen.

Am Anfang ist alles so spannend, so interessant! Wenn Menschen, die zwei verschiedenen Nationalitäten angehören, sich ineinander verlieben, werden sie zunächst von den exotischen Merkmalen des anderen angezogen. Diese kulturellen Unterschiede sind genau der Hauptpunkt der Annäherung zwischen ihnen. Allerdings können diese reizvollen Unterschiede im Lauf der Zeit viele Probleme verursachen, insbesondere wenn sie nicht bemerkbar oder nicht leicht zu verstehen sind. Viele Entscheidungen und Aspekte des Alltags werden komplizierter in einer interkulturellen Liebesbeziehung. Einige Gründe dafür sind nicht nur verschiedene Persönlichkeiten und geschlechtsspezifische Unterschiede, sondern auch verschiedene Kulturen.

Viele Frauen zum Beispiel, die aus Südamerika kommen und deutsche Partner haben, beschweren sich darüber, wie die deutschen Männer ihre Liebe äußern. In Südamerika sind die Menschen sehr liebevoll und normalerweise äußern sie ihr Liebesgefühl in der Öffentlichkeit. Im Gegensatz dazu sind die Deutschen aus kulturellen Gründen nicht an den Ausdruck von Zärtlichkeit und Zuneigung gewöhnt. Dabei wird deutlich, dass, was auf den ersten Blick wie ein sehr unpersönliches, nicht liebevolles und gleichgültiges Verhalten aussieht, einfach auf ein besonderes Merkmal der deutschen Kultur hinweist. Man kann deshalb zu dem Schluss kommen, dass die Deutschen im Algemeinen zurückhaltender sind. Das bedeutet jedoch auf keinen Fall, dass sie ihre Partner weniger oder mehr lieben. Man kann also festhalten, dass viele südamerikanische Frauen, die diese deutsche kulturelle Facette unmittelbar bemerken, nicht unter dieser vermeintlichen männlichen Gleichgültigkeit leiden.

Ein anderes Problem ist der widersprüchliche Druck wegen der verschiedenen Mentalität, z.B. in Bezug auf Erziehung der Kinder, Haushaltsführung oder Pflichten zu Hause, den beide Familien auf das Paar ausüben können. Eine gute Möglichkeit, um diesen Druck zu entlasten, ist, dass das Paar eine neutrale Einstellung hat, damit es sich ohne äußerlicheren Einfluss entscheiden kann, was besser für sie ist oder nicht. Es ist außerordentlich wichtig, dass sich das Paar seine Zeit gleichmäßig bei den Schwiegereltern oder in den Familien aufteilt, weil sie sich so in beiden Kulturen besser integriert fühlen können. Je besser sie zudem die andere Kultur kennenlernen, desto besser können sie ihre Angelegenheiten behandeln und diese aus einer anderen Perspektive betrachten. Die Kommunikation spielt im diesem Fall eine große Rolle und irgendwie muss das verschiedenen Kulturen angehörende Paar toleranter sein, weil es nicht immer einfach zu unterscheiden ist, ob ein Problem aus kulturellem Grund oder aus anderen Gründen entsteht.

Eine weitere Schwierigkeit zwischen interkulturellen Paaren tritt auf, wenn sie selbst nicht in der Lage sind, mit Ausländern umzugehen und eine interkulturelle Beziehung herzustellen. In der Geschäftswelt ist es häufig, dass bevor Firmenvertreter internationale Kunden oder Partner besuchen, sie die andere Kultur kennenlernen und verstehen, um ihre Verhandlungen mit den ausländischen Kunden besser zu führen und damit die Ergebnisse des Betriebs zu verbessern. Mit Hilfe von Internet, Büchern, Kursen oder Beratern können die Unternehmen dieses Ziel erreichen. Im Gegensatz dazu wird ein Liebesverhältnis so spontan durchgeführt, dass es kaum Menschen gibt, die sich auf eine interkulturelle romantische Beziehung vorbereitet haben. Auf der einen Seite setzen Liebende auf das falsche Klischee, dass Liebe ausreichend ist, um alle Schwierigkeiten zu bewältigen. Anderseits zeigen die praktischen Erfahrungen, dass dieser Glaube sehr oft nicht funktioniert. Eigentlich sollte das Paar sich ein Ziel setzen, um immer andere realistische Aspekte, die ebenso wichtig sind, zu beachten: Verständnis für die gegenseitigen Kulturen und Unterschiede, Geduld, Kompromissbereitschaft und ständiges Lernen. Wenn das Paar alle diese menschlichen Merkmale zusammen kombinieren würde, hätten sie das Rezept für den Erfolg in der Beziehung.

Zusammenfassend können wir sagen, dass man die Liebe nicht vorausdenken kann. Eine Beziehung sollte jeden Tag neu genährt werden. Alle Paare der Welt haben Probleme, aber der Schlüssel für den Erfolg der interkulturellen Beziehungen ist, dass das Paar alle Unterschiede zur Diskussion stellt und dass alle Entscheidungen die Zustimmung beider Partner finden.

Technischer Fortschritt beim Sprachenlernen: Fluch oder Segen?

Montag, den 23. März 2009

von Aleidy Echarry und Sofia Eleftheriadou

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Technischer Fortschritt“ entstanden.

Aleidy und Sofia haben sich beim IIK-Sprachkurs kennen gelernt, wo sie Deutsch lernen. Die erste kommt aus Venezuela, während die zweite aus Griechenland kommt. Sie möchten Deutsch lernen, um in Deutschland zu leben und arbeiten. Aber was könnten sie machen, wenn sie keine Möglichkeit hätten, die Sprache in einer Sprachschule zu lernen? Gibt es andere Möglichkeiten für diejenigen, die eine Fremdsprache lernen möchten, obwohl sie keine Zeit oder kein Geld haben?

Maria ist eine Freundin von Sofia. Sie möchte gern Deutsch lernen, aber sie hat weder genug Geld noch Zeit, um nach Deutschland umzuziehen oder an einem Sprachkurs teilzunehmen. Maria sagt, heutzutage sei es einfach und möglich, eine Fremdsprache ohne Lehrer zu lernen. Sie führt lachend fort, man brauche nur den Wunsch, einen Computer und einen bequemen Stuhl!

Man kann feststellen, dass die Entwicklung der Technologie mehr Aspekte unseres Lebens beeinflusst, als man sich vorstellen könnte. Die Entwicklung im Bereich der Informatik, der Computer und des Internets nimmt kontinuierlich zu. Die Mehrheit der Leute in den modernen Gesellschaften haben einen Computer und beschäftigen sich mit dem Internet. Durch den Computer und das Internet wird den Menschen die Möglichkeit geboten, Fremdsprachen zu lernen. Früher konnte man mit Hilfe von Büchern und Cassetten oder CDs in Kontakt mit der Sprache kommen, ohne einen Lehrer zu haben. Heute kann man eine fremde Sprache einfach und relativ billig lernen, indem man an Web-Learning teilnimmt oder ein Programm am Computer benutzt.

Diese Methoden sind eine ideale Lösung für diejenigen, die weder in ein fremdes Land umziehen noch einen Sprachkurs besuchen können. Überall, wo man einen Computer mitnehmen kann, kann man am Unterricht teilnehmen. Ob man zu Hause oder am Strand lernt, hängt von der jeweiligen Person ab. Auβer der örtlichen Flexibilität gibt es auch eine zeitliche Flexibilität. Wem es an Zeit mangelt und wer nicht an einem Sprachkurs teilnehmen kann, kann einen “elektronischen” Lehrer einstellen. Man entscheidet sich, wann der Unterricht beginnt und wann er zu Ende ist.

Die Kenntnisse, die man mit diesen Methoden bekommt, sind verhältnismäßig günstig und erschwinglich für jeden. Das Internet bietet den neuen Studenten viele Möglichkeiten, die Sprache zu üben. Im Internet kann man fremdes Fernsehen sehen, fremde Zeitunen lessen und viele Informationen über das Land, die Kultur, die Traditionen und die Lebensweise bekommen. Auβerdem kann man sich mit einheimischen Leuten mündlich und schriftlich unterhalten.

Zwar ist es richtig, dass es viele Argumente für diese Technologien gibt, aber es gibt auch ein paar Nachteile. Ein großer Nachteil ist, dass man keinen direkten Kontakt mit der Kultur hat. Wenn eine Person eine neue Sprache lernt, sollte sie sich für alle Aspekte interessieren. Das heißt, dass man, um ein globales Lernen zu erreichen, in jeder Hinsicht die Länder, wo die Sprache als Muttersprache gesprochen wird, gut kennen sollte. Wenn eine Person alleine lernen muss, gibt es auch keinen Kontakt mit Lehrern oder anderen Studenten. Dieser Kontakt kann aber sehr wichtig sein. Besonders, wenn man keine Chancen hat, direkt Kontakt mit der Kultur zu haben, kann man durch die Lehrer oder Mitschüler darüber lernen.

Für viele Studenten kann es problematisch sein, wenn sie etwas nicht verstehen. Die Programme haben normalerweise grammatische Erklärungen, die einfach von den Studenten verstanden werden sollten. Aber wenn etwas nicht klar ist, gibt es niemanden, der es erklären kann. Es ist auch schwer, eine falsch gelernte Information zu korrigieren. Ein Beispiel sind die Audio-Learning-CDs. Man hört bestimmte Sätze, die wiederholt werden sollen. Dafür gibt es ein Kommando, gefolgt von einer Pause. Das Problem ist, dass man nicht sicher sein kann, ob die Übung richtig gemacht wurde oder nicht. Nachdem man etwas durch dieses System gelernt und benutzt hat, kann es schwer zu ändern sein.

Ein weiterer Aspekt ist das Fehlen eines Zeitplans zum Lernen. Einerseits hat der Schüler viel Flexibilität. Andererseits ist es wichtig zu erkennen, dass man wahrscheinlich weniger Stunden lernt, weil man nicht den Druck eines Zeitplans hat. Ein anderer Nachteil ist, dass man sich schnell langweilt. Es kann nicht zur Diskussion gestellt werden, dass die Atmosphäre im Unterricht besser ist, als alleine zu lernen. Es ist auch wichtig, dass das Lernen einer Sprache Spaß macht und dynamischer Unterricht ist in diesem Kontext immer effektiv.

Abschließend kann man sagen, dass diese modernen Methoden reich an Vorteilen sind. Sie sind perfekt für den Teil der Gesellschaft, der keine andere Möglichkeit hat, eine Fremdsprache zu lernen. Es geht um behinderte, taube, blinde Leute. Es gibt geeignete Programme für diese Menschen, die das Recht auf Fremdsprachenkenntnisse haben. Diese technischen Fortschritte haben den Lernprozess für viele Gesellschaftsgruppen ermöglicht und erreichbarer als in der Vergangenheit gemacht.

Es sollte auch erwähnt werden, dass die Vor- und Nachteile sich von einer Person zur anderen unterscheiden. Es hängt davon ab, was jede Person beim Lernen vorzieht und braucht. Ein Beispiel kann der Zeitplan sein. Manche Leute brauchen die Motivation des Unterrichts im Unterschied zu anderen, die sich wohler fühlen, wenn sie über ihre Zeit beim Lernen frei entscheiden können. Grundsätzlich kann man sagen, dass die technischen Fortschritte beim Sprachenlernen viele hilfreiche Aspekte mit sich bringen, wenn man die richtig benutzt.

Was wir im Leben tun, hallt wie ein Echo durch die Ewigkeit

Donnerstag, den 6. November 2008

von Hatice Doganay, Agnes Paal und Tobias Cummins

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Du schreibst Geschichte“ entstanden.

Durchschnittlich leben Menschen 70 oder 80 Jahre lang. Aber aufgrund der Taten, die sie begangen haben, erinnern sich nicht nur Leute, die in der gleichen Zeit gelebt haben, sondern auch Leute aus nachfolgenden Generationen an sie. Als einziges Lebewesen, das sich seiner Sterblichkeit bewusst ist, kann der Mensch den Gedanken an den Tod besser ertragen, wenn er weiß, dass seine Taten oder Werke ihn überleben können. Der Mensch ist aber auch in der Lage, bewusst und gewollt sein Leben für eine Ideologie, ein höheres Ziel oder im Interesse anderer Menschen zu führen. Der Begriff Märtyrer wird heutzutage benutzt, um einen Menschen zu beschreiben, der seine Freiheit oder sein Leben opfert, um einen Glauben bzw. eine Tat zu fördern. Unsterblichkeit des Menschen ist nur mit einem unauslöschlichen Eindruck möglich. Jeder Mensch denkt daran, dass er in seiner Jugend oder Erwachsenen-Zeit etwas Gutes machen, einige Sachen schaffen und wichtige Spuren zurücklassen kann. Jedoch können nur wenige Menschen Dinge schaffen, die von allen anerkannt und geschätzt werden. Solange diese Dinge leben und von allen erinnert werden können, kann man vermuten, dass sie noch lebendig sind. Erst wenn man sich nicht mehr an die Menschen erinnert und die Dinge, die sie getan haben, vergessen werden, dann können wir sie als Verstorbene bezeichnen. Aber man soll nicht vergessen, dass Unsterblichkeit nicht nur für gute Menschen gilt, sondern auch für schlechte Menschen wie Adolf Hitler, der der Mörder vieler Menschen war. Diese Menschen, die von einer kleinen Gruppe von Leuten gemocht, aber von ganzen Welt verflucht werden, sind auch unsterblich. Deshalb ist diese Unsterblichkeit auch wichtig, um die schlechten Taten und Personen nicht zu vergessen.

Die Taten zu Lebzeiten eines Menschen können Auswirkungen auf die Zukunft haben, zum Teil sogar erhebliche. In der Geschichte eines jeden Landes gibt es viele Menschen, die Jahre, sogar Jahrhunderte lang unvergesslich bleiben. Egal ob sie gute Menschen waren oder nicht, gelten sie für ihre Nationen als Symbol. Als einige Beispiele für diese symbolischen Menschen kann man für die USA den ersten Präsidenten George Washington und den ersten Menschen auf dem Mond, Astronaut Neil Armstrong, für Russland nicht nur Lenin und Stalin, sondern auch den Ballet-Tänzer Rudolf Nurejew oder den Erfinder des Periodensystems Dmitri Iwonewitsch Mendelejew und für Schweden den Erfinder des Dynamits und Stifter der Nobelpreises Alfred Bernhard Nobel nennen.

Sowohl eine bedeutungsvolle Erfindung als auch eine zuerst unwichtig scheinende Kleinigkeit können später in Erinnerung bleiben. Jemand kann absichtlich oder versehentlich z.B. eine wissentschaftliche Leistung bei seinen Forschungen erbringen, die eine neue Ära einläutet, z.B. ein Medikament (Antibiotikum), die Kernspaltung, die Psychoanalyse oder eine Erkrankung als erster beschreiben (Alzheimer, Parkinson, Conn, Addison, Wernicke etc.). Auf diese Weise wird der Name der Person „bis in alle Ewigkeit“ mit der Errungenschaft / Erfindung etc. verbunden sein. Man muss jedoch nicht unbedingt ein Wissenschaftler, Staatsmann oder Künstler sein, um sich zu verewigen. Manchmal reicht einfach ein Zufall, ein (un-)glücklicher Umstand, um einen Menschen, der nichtsahnend seiner Tätigkeit nachgeht oder sich irgendwo aufhält, aus der Reihe hervorzuheben und für immer bekannt zu machen („zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein“). Aber auch den Mut, etwas als erster zu tun,(Demi Moore und das erste Aktfoto einer Schwangeren) oder das Unglück zu haben, für etwas als erster zum Opfer zu fallen (wie z.B. Peter Vechter, das erste „Mauer-Opfer“ in der DDR), kann zu einem ähnlichen Ergebnis führen. Ein gute Idee oder sogar die Fähigkeit, eine Idee von anderen als gut und nützlich zu erkennen, kann berühmt machen (z.B das Abfüllen der Cola-Flaschen). Es kommt auch vor, dass jemand nur helfen will, und mit dieser Tat einen wichtigen, manchmal sogar weltumspannenden Prozess auslöst (z.B. Florence Nightingale oder Jean Henry Dunant und das Internationale Rote Kreuz). Oftmals kann es auch geschehen, dass der Name eines Menschen in Vergessenheit gerät und nur seine Tat, Erfindung, Idee oder die Tradition, die er geschaffen hat, zurück bleibt. Interessant ist es, wenn eine Entdeckung, Erfindung oder ein neues Ergebnis mehrere „Besitzer“ hat. Wessen Name soll hervorgehoben werden? Diese Frage wird oft vom Zufall entschieden. Von den vielen Entdeckern ist z.B. Amerigo Vespucci der Namensgeber von Amerika geworden, der erstmal von dem neuen Kontinent eine Landkarte erstellt hat.

Die „Taten“ konnten dabei sowohl mündlich überliefert worden sein, als auch in geschriebener Form. Früher sangen z.B. Barden und Skalden über die Heldentaten von Heerführern und Königen, Chroniken wurden von Schreibern verfasst und über viele Jahrhunderte überliefert(z.B.die Edda oder das Niebelungenlied). Mit der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg, der sich dadurch verewigt hat, konnten sich Berichte schneller verbreiten. Auch im Bild, sei es Gemälde oder später Photographie und Film, konnten wichtige Ereignisse und Personen für die Nachwelt festgehalten werden. Die Kunst diente ohnehin häufig als Medium zur Überlieferung von Heldentaten, wichtigen Ereignissen und Persönlichkeiten (z.B. Rembrandt van Rijn: Doktor Tulp’s Anatomie). Und heutzutage, im Zeitalter der modernen Massenkommunikation, ist es möglich, sich und seine Taten selbst mit rasanter Geschwindigkeit um den Globus zu „schicken“ (Internet), Nachrichtensendungen sind via Satellit fast überall zu empfangen, die Menschheit ist über wichtige politische, wirtschaftliche Entscheidungen bestimmter Personen schnell informiert, wie z.B. über den Golfkrieg, der der erste echte „Medienkrieg“ war, ein Krieg, den die Medien von Anfang bis Ende verfolgten und vermittelten. Die Medien sind heute jedoch zu mehr fähig als das: allein durch die häufige Präsenz in ihnen können sie einen Menschen berühmt machen. Aber inwieweit man sich an die Namen und Taten der heute lebenden prominenten Persönlichkeiten in der Zukunft erinnern wird, können wir jetzt noch nicht genau sagen.

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet muss mann nicht unbedingt etwas Bedeutsames im Leben getan haben, um in aller Ewigkeit weiterzuleben. Allein durch die Nachkommen wird der Nachname einer Persons von Generation zu Generation überliefert. Auch dadurch erreicht man eine Form der Unsterblichkeit. „Wie der Vater, so der Sohn.“ Grundsätzlich werden Verhaltensmuster und Wissen eines Menschen an dessen Kinder weitergegeben. Hiermit erreichen Menschen auch eine gewisse Form der Unsterblichkeit. Menschen leben nach dem Tod durch ihre Familie weiter. Lebensgeschichten von Familienmitgliedern können von nachkommenden Generationen wiedergefunden werden. Im Fall von Sophie Scholl wurden ihre Taten durch ihre Familie an nachkommende Generationen und an Millionen von Menschen weitergeleitet und Sophie Scholl ist somit unsterblich geworden.

Vielleicht können nicht alle Leute etwas Wichtiges für das Leben und für die Welt erreichen, aber solange wir an die Menschen erinnert werden, die wir lieben, werden sie für die Ewigkeit unsterblich sein. Zumindest sollte unser minimales Ziel sein, einen guten Eindruck auf einige Menschen zu machen.

Deutschland – Und wie wäre es, wenn…

Donnerstag, den 6. November 2008

von Rehana Hassan Ali, Bruna Vontobel und Cyrus Cummins

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Du schreibst Geschichte“ entstanden.

Die Geschichte wurde und wird immer noch durch Taten geschrieben, die entweder erfolgreich waren oder nicht. Einige Personen erreichen Prominenz wegen ihrer Heldentaten, während andere einfach von uns vergessen werden, weil ihre Ziele nicht den erfolgreich waren. Aber wie wäre es, wenn diese Ideen geglückt wären oder wenn die Personen eine neue Chance bekommen hätten?

Die deutsche Geschichte ist voll von Beispielen, besonders während der 30er und 40er-Jahre aufgrund des zweiten Weltkriegs, die den Lauf der Weltgeschichte hätten verändern können. Seit dem Jahr 1924 stellt Adolf Hitler durch sein Buch „Mein Kampf“ Vorurteile gegen Juden, Homosexuelle, Kommunisten usw. und die Theorie des Lebensraums der Arier dar. Ein paar Jahre später hatte er wegen der ökonomischen Krise, Arbeitslosigkeit und der Niederlage im ersten Weltkrieg die Moglichkeit, eine autoritäre Regierung zu stellen. Als Führer arbeitete Hitler von 1934 bis 1939 ohne den französichen und englischen Widerstand und eroberte Regionen außerhalb Deutschlands. Allerdings reagierten die Franzosen und Engländer bei dem deutschen Angriff auf Polen im September 1939 und kündigten damit den zweiten Weltkrieg an. Forscher bestätigen, dass 42 Attentate gegen Hitler geplant oder sogar durchgefürt wurden, leider alle ohne Erfolg. Beispielsweise hat im November 1939 ein Mann, Georg Elser, versucht, Hitler umzubringen. Er stellte eine Bombe in einen Münchner Bürgerbräukeller, aber sie explodierte 13 Minuten nach der Abfahrt des Führers. Er wollte den Krieg verhindern und warscheinlich wäre es passiert, wenn sein Attentatsversuch geglückt wäre. Aber Hitler überlebte und der Krieg ging weiter. Bis 1943 war das Nazi-Regime souverän und siegreich. Viele Länder wurden von Deutschland erobert und viele Menschen wurden in den Konzentrationslager gefoltert. Die erste nationalsozialistische Niederlage 1943 in Stalingrad veranlasste Oppositionsgruppen, ihre Meinung zu verbreiten und zu verstärken. Ein gutes Beispiel ist die „Weiße Rose“, die Flugblätter gegen die Regierung verteilte. Gleichzeitig fingen Claus Schenk von Stauffenberg und ranghohe Offiziere der Wehrmacht an, die Operation Walküre zu verwirklichen. Dieser Widerstand wurde wegen der Unzufriedenheit einiger Offiziere mit der Kriegsführung geplant. Stauffenberg, der die Hauptrolle spielte, war am Anfang mit der faschistischen Ideologie einverstanden, jedoch enttäuschte ihn die Handlung bezüglich der Juden. Der Misserfolg in Stalingrad zeigte, dass Deutschland auf dem Weg in die komplette Niederlage war und damals dachten die Gegner, dass es Zeit wäre, um einen Putsch zu leiten, um eine neue Regierung einzurichten und um Deutschland vor der russischen Bedrohung zu schützen. Am 20. Juli wurde der Plan ausgeführt. An diesem Tag deponierte Stauffenberg persönlich im Führerhauptquartier, wo eine Versammlung stattfinden sollte, einen Koffer mit einem Sprengkörper, der um genau 12:42 Uhr explodierte. Jedoch überlebte Hitler, weil der Koffer bewegt wurde, da sich Hitler von ihm gestört fühlte.

Was wäre geschehen, wenn Hitler ermordet worden wäre? Was hätte Stauffenberg gemacht? Tatsächlich wäre die Geschichte des Krieges anders verlaufen. Tatsächlisch wäre in den kommenden Jahren auch Deutschland anders gewesen. In Bezug auf das potenzielle Ende des Weltkrieges hätten viele Leben gerettet werden können. Obwohl das Attentat spät eintrat, wurden in den darauf folgenden zwei Jahren Millionen von Menschen getötet. Möglicherweise hätte Stauffenberg eine neue Regierung einsetzen können, die von Deutschen angeführt worden wäre statt von den USA oder der Sowjetunion! Wenn es so passiert wäre, wäre Deutschland wahrscheinlich niemals getrennt worden und es wäre keine Mauer gebaut worden. Dieser Mann hätte vielleicht den Stolz der Deutschen geschützt. Die quälende Schuld und Verantwortung der Bevölkerung wegen der Toten des Krieges hätte kleiner sein können, weil Hitlers Mord das Unverständnis des Volkes für den Völkermord und die übringen Taten der Nazis dargestellt hätte. Die Vorstellung, dass die Juden als ganzes Volk ermordet werden sollten, erschien den Meisten anfangs schon wegen der Ausmaße als wenig glaubhaft. Wenn Hitler mit den Juden ebenso wie mit anderen Ausländern kooperiert hätte, hätte es nur wenige wirtschaftliche Probleme in der Zeit nach dem Weltkrieg gegeben. Im Grunde waren diese Menschen in der wirtschaftlichen Lage, sich durch Handels- und Landwirtschaftsverbesserungen an der Renovierung von völlig zerstörten Gebäuden zu beteiligen.

Aufgrund dieser Hypothesen könnte man zur Überzeugung kommen, dass Deutschland allgemein diesen Schatten des Krieges, unter dem es eine lange Zeit gelitten hat, vermeiden oder wenigstens verblassen hätte können.

Das Leben des Menschen: Eine Geschichte

Donnerstag, den 6. November 2008

von Carlota Pena Castillo

Seit der Existenz des ersten Menschen und im Laufe seines Leben hat er Geschichte geschrieben. Aber was macht ein Mensch, um Geschichte zu schreiben oder was macht er, um in der Geschichte erwähnt zu werden? Haben nur bekannte Menschen Geschichte? Jeder Mensch schreibt seine Geschichte, jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und jeder Mensch lebt seine Geschichte, indem er jeden Tag einen Schritt macht oder ein Wort sagt. Nicht nur berühmte Leute haben eine Geschichte, sondern jede Person lebt im Laufe ihres Lebens ihre eigene Geschichte. Selbst wenn eine Person nur einen Tag leben würde, hätte sie ihre persönliche Geschichte. Oder wenn Jemand 20,50 oder 100 Jahre gelebt hat, hat er seine Geschichte, indem sie z.B. an die Kinder und Enkel weitererzählt wird – oder durch Leute, die man in seinem Leben kennen gelernt hat und die sich an einen erinnern.

Alles was man tut, ob Gutes oder Böses, wird Geschichte. Geschichte ist die Summe der Handlungen der Menschen. Indem man etwas bestimmtes tut, ändert man die Geschichte ein bisschen. Deshalb kann sich die Welt z.B. nur verbessern, wenn jeder bei sich anfängt und etwas Gutes tut. Das ist dann nur ein kleiner Schritt, aber alle kleinen Schritte zusammen ändern die Welt und können Geschichte schreiben. Man kann auch sehen, dass es Menschen gibt, die mit dem Ziel leben, Geschichte zu schreiben. Diese Menschen versuchen, ihr Leben zu verändern, oder sie haben ein Vorhaben, um in der Zukunft Geschichte zu schreiben, indem sie etwas Besonderes, Spektakuläres oder Ungewöhnliches machen. Als Konsequenz hat der Mensch den Erfolg, dass man sich an ihn oder an die Situation immer erinnert oder er einfach nur einmal in der Geschichte war. Aber kann ein Mensch tatsächlich im Alltag den Lauf der Geschichte beeinflussen? Wahrscheinlich könnte er es machen, aber nicht aktiv, weil das immer ein Prozess ist und durch diesen Prozess ein Resultat entsteht, z.B. Mutter Teresa, die mit ihrem Leben, das sie führte, Geschichte schrieb, ohne einen Einfluss darauf zu haben. Der Mensch könnte in seinem Alltag die Möglichkeit haben, die Geschichte dadurch zu beeinflussen, dass er sich mit etwas Wichtigem beschäftigt oder durch etwas, das er im Beruf macht, z.B. als Wissenschaftler, Politiker, Religiöser, Erfinder, Philosoph, oder vielleicht als Revolutionär, Terrorist, usw. Aber es hängt davon ab, was er macht und ob er es schafft. Als Beispiele kann man nennen: John F. Kennedy, einer der beliebtesten Präsidenten der USA, bis er bei einer Parade erschossen wurde. Osama Bin Laden, einer der meistgesuchtesten Terroristen. Buddha, der eine der Weltreligionen gegründet hat. Und noch viele andere Persönlichkeiten.

Die Menschen, die etwas Gutes für andere Leute tun, kann man Helden des Alltags nennen, weil sie sich z.B. engagieren (gegen Gewalt, Krieg, Rassismus, Umweltverschmutzung, usw.) oder jeden Tag einen wichtigen Job machen, wie Ärzte, Krankenpfleger, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer. Oder einfach Personen, die aus Liebe etwas Gutes tun (Mutter, Vater, Kind). Egal, was man tut, wenn es für andere viel bedeutet, es besonders war, es das Herz sehr stark geprägt hat oder es unvergesslich war, ist man für den anderen schon ein „Held“.

Letztlich sollte jeder einfach leben, mit der Hoffnung, dass er später Geschichte schreibt.

Deutsche: Problematisch oder problemlos?

Mittwoch, den 24. September 2008

von Aleksandra Moskal, Yun Xue und Tobias Cummins

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Interkulturelle Probleme“ entstanden.

Gehören interkulturelle Konflikte zur Vergangenheit oder sind sie noch aktuell? Kommt es einfach zu Missverständnissen zwischen deutschen und ausländischen Studierenden in Deutschland oder betreffen sie nur schlecht ausgebildete und sogar engstirnige Leute? Auf diese und ähnliche Fragen wird hier geantwortet werden.

Bei älteren Leuten sieht es ganz anders aus als bei jüngeren, weil sie einfach teilweise in der Vergangenheit leben. Die Politiker zum Beispiel machen sich Vorwürfe wegen des Zweiten Weltkrieges, sie wollen nicht vergessen, was schon passiert ist und keinen Einfluss auf die gegenwärtigen Verhältnisse haben sollte. Die Jungen dagegen können sich von der Vergangenheit einfacher abgrenzen. Das bedeutet nicht, dass sie Ignoranten sind, sondern dass sie es nicht wollen, dass die alten Konflikte ihr Leben und ihre Welteinschätzung dominieren.

Jedoch gibt es sicherlich auch viele interkulturelle Probleme zwischen gut ausgebildeten Leuten mit unterschiedlichem Kulturhintergrund.

Deutschland ist für Wissenschaft, Pünktlichkeit und natürlich die unendlich vielen Biersorten bekannt. Zumindest von der oberflächlichen Perspektive eines Ausländers aus betrachtet. Natürlich ist diese Aussage weit von der Wahrheit entfernt, aber es gibt trotzdem Spannungen zwischen den Kulturen in Deutschland.

In einer Umfrage zu typischen deutschen Eigenschaften, die unter den Deutschen durchgeführt wurde, nannte der größte Teil der Befragten Zuverlässigkeit, Fleiß, Perfektion, Ordnung und Pünktlichkeit. Es scheint, dass die früher erwähnten charakteristischen Merkmale nicht nur Klischees sind. Was den Deutschen von den Ausländern vorgeworfen wird, nämlich sehr hochnäsig zu sein, kam in dieser Umfrage nicht als Antwort vor. Hinter dieser Hochnäsigkeit versteckt sich jedoch kein Selbstbewusstsein, sondern ganz im Gegenteil Unsicherheit. Aber Ausländer denken, dass die Deutschen, sogar die Studierenden, auf sie herabsehen, weil sie nicht mit ihnen sprechen wollen und sich zurückhalten, während es genauso gut ein Zeichen von fehlendem Selbstbewusstsein sein kann.

Zu Konflikten kommt es, wo viele Leute sind. In einer Institution wie einer Universität findet man diverse Kulturen und Religionen unter der Studentenbevölkerung und deshalb können Probleme entstehen. Die Grenze der „Normalität“ ist sehr unterschiedlich zwischen den verschiedenen Kulturen. Was für eine ethnische Gruppe üblich ist, ist vielleicht für eine andere Gruppe ganz fremd. Nehmen wir als Beispiel den Unterschied zwischen Polygamie und Monogamie. Viele Leute haben für die polygame Kultur kein Verständnis und sind der Meinung, dass dies gegen sämtliche Menschenrechte verstößt, aber für einen Muslim ist das die Realität.

Man könnte vermuten, dass sich durch diese ethnischen, religiösen oder sonstigen Unterschiede Gruppen bilden, die sich gegenseitig abgrenzen. Das ist die schlimmste Situation, in der man sich befinden könnte. In der Realität sind die Unterschiede zwischen Menschen nicht so groß. Durch Globalisierung und das Zusammenkommen unterschiedlicher Kulturen in Deutschland verringern sich diese Unterschiede immer mehr mit der Zeit. Der Schlüssel, wodurch sich diese Probleme vermeiden lassen, ist ganz einfach. Man muss sich informieren. In dieser Welt, in der wir uns jetzt befinden, sollte jeder junger Mensch sich über andere Kulturen informieren. Wenn die Menschen sich informieren würden, könnte man vielleicht mehr Probleme vermeiden und für andere Kulturen Verständnis finden. Natürlich kann man es nicht auf einen Schlag erreichen, dass die Menschen reibungslos miteinander umgehen, aber es wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Interkulturelle Probleme lassen sich eigentlich schwer vermeiden. Durch die zunehmende Globalisierung wird sich die Situation schon verbessern, wenn sich zwei oder mehr Kulturen anstoßen. Andere Länder, andere Sitten. Um interkulturelle Probleme zu vermeiden, muss man sich gegenseitig kennenlernen, und zwar intensiv. Nehmen wir die Situation in Deutschland als Beispiel. Hier wohnen viele Einwanderer aus vielen unterschiedlichen Ländern. Wenn man mit der eigenen Kultur in ein fremdes Land zieht, wird man einen Kulturschock erleben. Zum Beispiel gibt es für einen Chinesen, der in Deutschland wohnt, bestimmt viele Probleme, die wegen der unterschiedlichen Kulturen entstehen.

In Deutschland wird man beispielsweise die anderen nicht nach privaten Sachen fragen, wie z.B. nach dem Alter, Einkommen u.s.w. In China ist es üblich unter Bekannten. Sogar wenn zwei Menschen, die sich gerade neu kennengelernt haben, solche privaten Frage gegenseitig stellen, ist es nicht so schlimm. Wenn ein Chinese einem Deutschen in Deutschland eine solche Frage stellt, wird er natürlich als unhöflich angesehen. Aber das merkt der Chinese vielleicht nicht. Das ist ein interkulturelles Problem im Alltag.

Unterschiedliche Umgehensweisen spiegeln auch die Kulturunterschiede, die oft kulturelle Probleme verursachen, wider. Wenn ein Deutscher einem chinesischen Mädchen vorschlägt, dass die beiden zusammen in die Kneipe gehen könnten, glaubt das chinesische Mädchen nach ihrer Erfahrung in China, dass der Junge für ihr Bier in der Kneipe bezahlen wird. Das Mädchen wird davon enttäuscht sein, dass der Junge nur sein eigenes Bier bezahlt. Das Mädchen wird das für geizig halten. Aber der Junge merkt es nicht, weil er es normal findet. Wenn man in China dem anderen vorschlägt, zusammen in ein Restaurant oder eine Kneipe zu gehen, wird es meistens als Einladung angesehen. Mit jemandem halbe-halbe machen war früher in China sehr selten. Dank der Globalisierung akzeptieren die jungen Leute heutzutage allmählich diese Weise. Aber bei den älteren Chinesen wird diese Weise als unfreundlich und geizig betrachtet, manchmal führt das sogar zum Ende der Freundschaft.

Die Globalisierung macht die ganze Welt klein. Aber in dem Prozess gibt es noch interkulturelle Probleme zu lösen, weil jede Kultur unterschiedlich ist. Um interkulturelle Kommunikation reibungslos ablaufen zu lassen, sollen wir zuerst die anderen Kulturen respektieren, dann gegenseitig tolerant für die Unterschiede sein. Man kann voneinander die Vorteile lernen. Man kann unterschiedliche Kulturen miteinander vermischen, damit alle Nationen eine große glückliche Familie werden.

Es wird immer Missverständnisse zwischen verschiedenen Kulturen geben. Zum größten Teil ist die Ignoranz und Intoleranz von Menschen daran schuld. Jeder Mensch hat die Verantwortung, sich zu informieren, und heutzutage ist es sehr einfach, an Informationen zu kommen. Als Mensch sollte man sich von einer Dritten-Person-Perspektive rational betrachten. Als Ausländer sollte man sich Mühe geben, um sich der Kultur des Landes, in dem man wohnt, anzunähern und nicht erwarten, dass das Land sich anpasst. Als Deutscher sollte man akzeptieren, dass es Ausländer gibt, die in Deutschland wohnen, weil es in der heutigen Zeit normal ist. Der Respekt muss beidseitig sein, so dass sich Ausländer reibungslos integrieren können und sich dadurch das gesamte Volk positiv weiterentwickeln kann.

Werbung – die Stimme des Unterbewusstseins

Mittwoch, den 24. September 2008

von Iris Bardhi, Sang-heui Jeon und Cyrus Cummins

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Werbung“ entstanden.

„Eine Form, die der kommerziellen Massenkommunikation dient, für den Verkauf eines Produktes oder Dienstes, oder einer Nachricht im Auftrag einer Einrichtung, Organisation, oder Kandidaten für das politische Büro zu fördern – das ist Werbung.”

Marketing und Werbung sind sehr stark miteinander verbunden. Marketing ist Macht, und Werbung ist Verführer. Werbung ist Teil unseres Leben geworden, sie begegnet uns ständig beim Fernsehen, beim Zeitunglesen, beim Busfahren. Im Internet trifft man unvermeidlich auf Werbeanzeigen. Man ärgert sich über die vielen Werbeunterbrechungen während eines Filmes oder darüber, dass in Zeitschriften mehr Werbung zu sehen ist als Artikel.

Wie ist Werbung eigentlich zu Stande gekommen? Vor 2.000 Jahren wurden Angebote von Bäckern und Wirten auf Wände gemeißelt. Im Alten Rom wurden dort auch bestimmte Gesetze, wichtige Neuigkeiten und Warenangebote publiziert. In Europa entstanden daraus dann im Mittelalter sogenannte „Stadtschreier“ bzw. „Stadtschreierinen“. Mit der Zeit wurde Tinte günstig, so dass Handzettel und Plakate die „Schreier“ ersetzten. Im 17. Jahrhundert, als Massenzeitungen aufkamen, wurde Werbung dann durch dieses Medium verbreitet. Mit neuen Entwicklungen verändert sich auch die Werbung – für jede Erfindung, die auf eine Verbreitung von Informationen zielt, wird eine passende Art von Werbung entworfen.

Im 19. Jahrhundert hat Werbung noch eine einfache Form gehabt. Sie bestand aus großen Überschriften, nahm viel Platz ein und beinhaltete Aussagesätze mit vielen Informationen. Aber durch den Einfluss von Edward Bernays, dem Vater der Public Relation, ging die Werbung mehr auf die Psychologie der Konsumenten ein. Zunächst wollten die Marken und Unternehmen eine mehr spirituelle und besondere Bedeutung herausstellen. Edward Bernays hat dann zwischen seinem 30. und 40. Lebensjahr die Erkenntnisse seines Onkels Sigmund Freud genutzt, um die Meinung des Volkes durch die Psychologie des Unterbewusstseins zu manipulieren. Werbung, wie vieles andere, hatte dadurch einen sehr starken Einfluss genommen. Im Vorgrund standen nicht mehr die Produkteigenschaften, sondern die Bedeutung der Marken für den Alltag und die Kultur. Die Existenz des Individualismus wurde dann auch in den Vordergrund gesetzt und die Menschen wurden beeinflusst, Dinge zu kaufen, die ihr Inneres auf das Äußere übertragen. Durch die Verbreitung der Zeitung und die Entwicklung der Medien konnte man nicht nur Kaufwünsche, sondern auch Gefühle und Einstellungen manipulieren. Wir Menschen merken das nicht, es passiert unbewusst.

Im 20. Jahrhundert ist es immer noch so. Heute ist der Einfluss der Werbung sogar stärker. Durch Fernsehen und Internet und die exponentielle Verbreitung dieser Medien gibt es beispielsweise überhaupt nichts Kulturelles mehr, das nicht von Werbung beeinflusst ist. – „Kulturereignisse kommen nicht mehr ohne Sponsoring aus, selbst historische Gebäude wie das Brandenburger Tor werden teilweise mit Konzernwerbegeldern finanziert.“

Durch Werbung versuchen die Unternehmen die Kunden zu beeinflussen. Die Werber versuchen mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen. Werbung stellt eine schöne, bunte Welt vor, in der wunderbare Zustände wie Glück, Erfolg oder Beliebtheit mit bestimmten Produkten verknüpft sind. Ein erfolgreiches Unternehmen braucht die passende Werbung. Die Werbung ist wichtig, um den Kunden zu zeigen, welche Vorteile das Produkt bringt.

Werbung wird häufig von vielen Menschen als eine Art Gehirnwäsche dargestellt. Was gut zu funktionieren scheint sind Prominente. Immer wieder sind Schauspieler und andere Promis in der Werbung zu sehen. Davon kann man manipuliert werden, z.B wenn Eva Longoria ihre Haare mit L’Oreal Exellence färbt, denkt man automatisch, die Farbe sei toll. Werbung hat einen großen Einfluss auf unsere Entscheidung, obwohl wir das manchmal nicht verstehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in der heutigen Zeit Werbung einen enormen Anteil sowohl bei den audiovisuellen Medien als auch bei den Printmedien einnimmt. Ein beträchtlicher Teil der Medien finanziert sich durch Werbeeinnahmen. War Werbung in vergangener Zeit noch sehr einfach gestrickt, so wird heute für die Produktion von Werbung ein enormer Aufwand betrieben. Werbung arbeitet heute weniger mit Texten als vielmehr mit aussagekräftigen Bildern. Werbung will mittlerweile nicht vordergründig in Erscheinung treten, sondern subtil auf den Konsumenten einwirken. Sie zielt daher auf die Psychologie der Käufer und beeinflusst sie indirekt, indem sie ein bestimmtes Image mit dem beworbenen Produkt zu verbinden versucht. Daher werden in der Werbung oft Ideale und Prominente eingesetzt.

Deutsche: Viel mehr als Bier- und Autohersteller

Mittwoch, den 24. September 2008

von Lidia Codesal Redondo, Anna Pawluk und Klara Svobodova

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Typisch Deutsch“ entstanden.

Jedes Land hat eine eigene, typische Kultur, die von jedem Außenstehenden anders betrachtet wird. Jede Kultur bezieht sich auf Sprache, Essgewohnheiten, Werte, Religion, Sitten und Bräuche. Jedes Land hat seinen eigenen, typischen Charakter, der sich aus hunderten Jahren unterschiedlicher Erfahrungen gebildet hat. Was ist typisch deutsch?

Im Ausland wird Deutschland vor allem mit Autos, Sauerkraut, Bratwurst, Bier, aber auch mit klassicher Musik, mit Dichtern wie Goethe oder Schiller assoziiert. Außerdem assoziieren viele Menschen Deutschland mit den Stichworten wie „Zweiter Weltkrieg“, „Adolf Hitler“, „Wiedervereinigung“ oder „Berliner Mauer“.

Die Deutschen gelten als pünktlich und zuverlässig. Ausländer halten die Deutschen für fleißig und pedantisch. Die Deutschen legen auch viel Wert auf Sauberkeit und Ordnung. Das sind die typischen, deutschen Eigenschaften.

Sehr typisch ist auch die deutsche Küche. Mit deutschen Gerichten assoziiert man vor allem Bratwurst, Sauerkraut und verschiedene Kartoffelgerichte. Würste sind in den meisten Ländern der Welt gleichbedeutend mit deutscher Küche. Als typisches deutsches Getränk gilt Bier. Die Deutschen trinken viel Bier. Bier ist in allen Teilen Deutschlands sehr beliebt.

Typisch deutsch ist auch das Oktoberfest in München, das eine der größten touristischen Attraktionen in Bayern ist. Für manche Besucher ist dieses Volksfest eine gute Ausrede um viele „Maß“ (1 Liter Bier) zu trinken, sich zu entspannen, sich in schöne Bayerische Kellnerinnen mit typischen Trachten zu verlieben und die ganze Nacht an Tisch zu lachen, zu reden und zu singen. Dagegen ist für Münchner dieses Fest ein wichtiges Ereignis, um Tradition mit Modernität in Verbindung zu bringen. Während das Oktoberfests findet eine riesige Kirmes mit vielen Attraktionen und Fahrgeschäften (Eisladen, Imbiss, Spielzeugladen, Tombola, usw.) statt.

Aber wenn man an Bayern denkt, kommen den meisten Ausländern nur zwei Sachen in den Kopf: F.C. Bayern (d.h. Fußball) und der multinationale pharmazeutische Konzern „Bayer“, auch wenn der seinen Sitz eigentlich in NRW und mit dem Bundesland Bayern nichts zu tun hat. Deshalb gelten die Deutschen als große Fußballfans sowie als effiziente Geschäftsleute. Das Bundesland Bayern gilt auch als eines der meist entwickelten Bundesländer in Deutschland. Die Zufriedenheit und Arbeitsamkeit spiegeln sich in jedem Bayern. Die Leute dort sind auch sehr stolz auf ihre Wurzeln und sie lieben es, sie zu zeigen. Die typische Lederhose tragen sie nicht nur in der Zeit der Bräuche und Feste, sondern auch im Alltag.

Ein anderes typisches Symbol der deutschen Kultur ist der „Stammtisch“. In Deutschland ist dieses „Stammtreffen“ sehr verbreitet und beliebt. Die Deutschen treffen sich regelmäßig und sehr oft in einem Restaurant, einer Bar oder einfach in einer Kneipe, um mit Leuten aus anderen Ländern mit anderen Muttersprachen Kontakt aufzunehmen und andere Sprachen wie französisch, italienisch, spanisch oder japanisch zu üben. Meistens gibt es einen bestimmten Tag in der Woche, an welchem der Stammtisch stattfindet – mindestens einmal pro Monat. Bei diesem Treffen darf natürlich das typische große Glas Bier nicht fehlen. Gute Laune und interkulturelle Beziehungen sind auch erforderlich. Ausländer können auch mit diesem Treffen ihr Deutsch verbessern, Freunde oder andere Landsmänner kennenlernen.

Die Deutschen sind auch berühmt als Reisende; sie reisen gerne, oft und in jedes Land der Welt. Manchmal denkt man, dass die Deutschen schon den Mars besetzt haben! Ein Deutscher fragt dich nach deiner Herkunft und dann erzählt er dir seine eigenen Erfahrungen dort. Manchmal haben sie auch im Ausland gewohnt und haben häufig Familie, Verwandte und Freunde in der ganzen Welt.

Sie lernen auch schneller Fremdwörter und übernehmen gern englische Wörter, auch kombinieren sie sie mit deutschen Begriffen. Nehmen wir z.B. das Wort „Handy“, das Englisch klingt, aber die Englander benutzen dieses Wort eigentlich nicht.

Einerseits werden die Deutschen als romantische Menschen angesehen. Schiller, Goethe oder Wagner sind gute Beispiele dafür. Sie haben Liebe mit Natur in Zusammenhang gebracht. Sie wurden von der klassischen Literatur inspiriert. Die Philosophie spielt ebenso eine wichtige Rolle in der deutschen Kultur und Literatur. Welweit berühmt sind Kant, Nietzsche, Schopenhauer, Karl Marx, Hermann Hesse oder Sigmund Freud. Heutzutage üben ihre Theorien noch einen starken Einfluss auf Geschichte, Politik, Kultur und Gesellschaft aus. Manche Gedanken dieser Philosophen haben sogar die menschliche Geschichte total verändert, wie z.B. die kommunistischen Ideen von Marx oder die Gründung der Psychoanalyse von Freud.

Andererseits hält man die Deutschen für ungeduldig, sogar ein bisschen agressiv. Wenn man zum ersten Mal die deutsche Sprache hört, denkt man daran, dass sie nur Befehle geben. Dann gelten viele Deutsche auch als unflexibel, streng und unfreundlich. Wenn man Deutschland besucht, erfährt man aber oft das Gegenteil. Die meisten Deutschen sind höflich und vertrauensvoll. Trotzdem halten viele Menchsche die Deutschen für ein „extremes“ Volk: Deutscher Charakter zeigt sich entweder als gemütlos oder als zu leidenschaftlich.

Die Deutschen lieben nicht nur Autos, sondern auch Natur und Sport. Die Deutschen gelten als ziemlich gute Sportler und große Naturliebhaber, aber diese Liebe findet man ab und zu „außerordentlich“. Sie sind immer bereit für ein großes Abenteuer. Am meisten kann man einen typischen Deutschen mit dem Fahrrad verbinden. In fast allen Gebieten Deutschlands sieht man Kinder und auch Erwachsene, die mit dem Rad in die Schule oder zur Arbeit fahren. Bei vielen Supermärkten, Geschäften und Schulen sieht man Ständer, um das Fahrrad abzustellen. Man kann auch sagen, dass die Deutschen umweltfreundlicher als Leute anderer Länder sind. Bei vielen Familien merkt man auch, dass sie sorgfältig den Abfall sortieren.

Viele Leute assoziieren auch Deutschland mit technischer Präzision. Die deutschen Produkte stehen für Gründlichkeit und Zuverlässigkeit. Ausländer kaufen sehr oft Autos, verschiedene Maschinen, die in Deutschland hergestellt wurden. Das Etikett „Made in Germany“ steht für hohe Qualität und genießt weltweit ein hohes Ansehen.

Abschließend könnte man einen typischen Deutschen beschreiben als einen Menschen mit Fleiß und Arbeitsamkeit, auf den man zählen kann. Ein Mensch, der immer pünktlich ist und immer Zeit für seine Freunde hat, um ein großes Bier beim Stammtisch zu trinken.

Nicht nur die deutsche Wirtschaft ist ein Vorbild für die ganze Welt, sondern auch die deutsche Lebensführung. Nicht umsonst haben sich die Deutschen an erster Stelle der Nationalbeliebheit platziert.

Der Mensch: Eine Gefahr für die Natur

Mittwoch, den 24. September 2008

von Hatice Doganay, Viktoria Gotovkina und Carlota Pena Castillo

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Mensch und Natur“ entstanden

Der Mensch braucht die Natur , aber die Natur braucht den Menschen nicht. Viele Fragen kann man sich stellen und Gedanken machen. Seit dem ersten Menschen, der auf der Erde gelebt hat, und der durch die Natur überlebt hat, spielt die Natur eine wichtige Rolle für den Menschen. Aber der Mensch hat so viel von der Natur benuzt, dass er davon abhängig wurde und es heutzutage eine unkontrollierte Nutzung gibt. Außerdem ist der Mensch nicht wichtig für die Natur. Die Natur braucht den Menschen nicht, sie könnte sich gut ohne die Hilfe des Menschen entwickeln. Obwohl manche Menschen manchmal die Natur schützen, wie z.B. Greenpeace, könnte die Natur auch alleine zurecht kommen.

Die Industrielle Revolution hatte während der letzten Jahrhunderte eine steigende Urbanisierung und eine immer weiter wachsende Weltbevölkerung zur Folge. Dies ist zu einer großen Bedrohung für die Natur geworden. Menschen benötigen die Natur, um zu leben. Erstens sind sie ein Teil des Ökosystems und gehören zum Kreislauf des Lebens. Deshalb unterliegen sie den Gesetzen der Natur. Aber sie haben ein Bewusstsein und damit erschufen sie für sich selbst eine neue Welt. Mit dieser Eigenheit haben sie sich von den Begrenzungen der Natur losgelöst und jetzt sind sie kein Teil dieses Kreislaufs mehr. Die Menschen haben für ein besseres Leben neue Technologien entwickelt und abhängig von diesen Entwicklungen haben sie gleichzeitig die Natur verändert. In jedem Schritt der Entwicklungen haben sie durch neue Geräte und neue Anwendungen bewirkt, dass manche Spezies verschwanden und die Luft verschmutzt wurde. Die Menschen haben die Bäume gefällt, um neue Häuser zu bauen, weil die Wohnungen, in denen sie seinerzeit gelebt haben, wegen der steigenden Bevölkerungszahl nicht mehr ausreichend für sie waren. Indem sie viele Auto benutzt haben, die schmutzige Gase in die Luft abgaben, haben sie mit der Reinheit der Luft gespielt. Diese und andere Gründe, die wir nicht in diesem Text nannten, haben den Klimawandel verursacht.

Eines der beliebtesten Themen in den Medien heutzutage ist der Klimawandel. Aber was ist der Klimawandel? Kann man fragen: Ist das eine Veränderung des Klimas? Wie kommt das: Wegen der Natur oder den Menschen? Kann man diese Veränderung noch kontrollieren? Die globale Erwärmung, die seit Ende des 19. Jahrhunderts eingetreten ist, wurde von den Klimatologen analysiert. Sie sind zur Entscheidung gelangt, dass die Aktivitäten der Menschen dafür verantwortlich sind. Die Aktivitäten der Menschen verstärken den natürlichen Treibhauseffekt der Erdkugel, dadurch verschlimmern sie die globale Erwärmung. Man kann als diese Aktivitäten die Benutzung fossiler Brennstoffe(z.B Kohle, Erdöl) und das Verschwinden der Wälder nennen.

Sehr häufig hören wir von Hurrikans, Taifunen, Hitzewellen, Überschwemmungen, Unterernährung, Dürren – es kann nicht in Zweifel gezogen werden, dass der Klimawandel begonnen hat. Und die erste Frage, für die sich alle interessieren ist die Frage nach den Ursachen dieser Klimaveränderung? Über die Ursachen sind die Forscher heute überwiegend einig, auch wenn einige Menschen sich weigern, die Ursachen zu sehen. So waren z.B. elf der letzten zwölf Jahre die wärmsten. Als Gründe dieses Prozesses können die folgende Punkte genannt werden:

Treibhausgase. Dieser Begriff bedeutet Gase, die den Treibhauseffekt, oder einfacher zu sagen, die globale Erwärmung verstärken. Zu diesen Gasen gehören unter anderen Kohlendioxid, Methan, Lachgas. Sie haben natürliche Quellen, aber schädlich sind die von Menschen erzeugten Quellen: die Verbrennung von Kohle, Gas, Erdöl und Holz; Viehzucht; Müllhaufen; Stickstoffdüngung usw.

Emissionen, d.h. die Stoffe, die die Umwelt gefährlich verschmutzen. Die größte Quelle ist die globale Industrialisierung.

Abholzung, die dem Klima und den Menschen schadet, weil die Wälder CO2 in Sauerstoff umsetzen.

Natürliche Ursachen, wie z.B. die Aktivität der Sonne und Orbitalvariationen.

Diese Erwärmung hat schlimme Folgen, nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Natur. Dürren, Hurrikans und Überschwemmungen werden häufiger und intensiver werden. An erster Stelle kann man sehen, dass es schon Probleme mit der Wasserversorgung gibt, wie z.B. in Australien, Süd-Europa und Afrika. Hinzu kommt, dass in vielen Regionen die Agrarexporte (z.B. von Getreide oder Milch) schrumpfen. Eine weitere Konsequenz ist, dass viele Pflanzen nicht mehr an ihren bisherigen Standorten wachsen können.

Der Meeresspiegel steigt und dadurch werden viele Regionen überflutet. Als Folge wird die Landwirtschaft an der Küste durch Versalzung geschädigt. Durch die Erwärmung könnten auch manche Regenwälder (z.B. Amazonas) vertrocknen und zu Savannen werden, weil die Regenperioden sich verändern können und die Pflanzen empfindlich gegen Trockenheit sind. Für die Menschen hat diese Erwärmung die Verstärkerung vieler Krankheiten, extreme Hungersnöte, Trinkwassermangel und eine immer weiter steigende Sterblichkeit zur Folge.

Gegen diesen Klimawandel und diese kontiniuerliche Umweltzerstörung sind viele Organisationen gegründet worden. Mit dem Ziel, die Umwelt zu schützen, haben sie viele Projekte ins Leben gerufen. Einige diese Projekte sind: Naturschutz, Wälder und Tiere schützen, keine Pestizide in der Landwirschaft,Abfälle richtig sortieren und recyclen, Verkehr und Luftreinhaltung, z.B. Feinstaub senken, Filter verbessern, Kraftstoffverbrauch senken, Energieeffizienz steigern, Energie sparen. Ein Projekt wird in Monaragala auf Sri-Lanka gegründet, hier kommt die Energie nicht aus dem Elektrizitätswerk, sonder aus einer Holzvergaseranlage. Noch ein wichtiges Projekt ist „Umweltpolitik“, da viele wichtige Entscheidungen in der Politik getroffen werden müssen. Und viele Projekte mehr. Allerdings wäre das wichtigste Porjekt, dass alle Menschen sich der Probleme bewusst werden und alle gemeinsam die Umwelt schützen.

Die heutige Klimasituation lässt uns nicht daran zweifeln, dass außer natürlichen Gründen des Klimawandels der Konflikt zwischen den Interessen der Menschen und dem Schutz der Natur eine große Rolle spielt. Was kann man machen, um diesen Konflikt zu lösen? Die Antwort ist „nichts“, wenn die Menschen gleichgültig sind, und „viel“, wenn die Leute sich wirklich um die Umwelt, um das Leben und um die Zukunft Sorgen machen. Die Probleme der Klimaveränderung betreffen uns alle. Ein Mensch kann nicht alles verändern, aber in internationaler, globaler Zusammenarbeit könnten diese Gefahren vielleicht gestoppt werden. Die Staatsregierungen müssen wichtigen Maßnahmen ergreifen (z.B. strenge Umweltschutzgesetze, nationale Umweltschutzprogramme und effektive Projekte). Neben den Politikern kann aber auch jeder von uns etwas tun. Ein einfacher Schritt ist der Versuch, die Nutzung umweltfreundlicher Errungenschaften (Energiesparlampen, FCKW-freie Kühlschränke, CO2-freundliche PKWs usw.) zu erhöhen.

Hoffen wir, dass die Menschen die Probleme, die sie verursacht haben, bald lösen können!

Gothics

Freitag, den 4. April 2008

von Kamilla Netolicka

1. Was ist Gothic?

Ein Synonym für Anmut, Schönheit, Grazie, Frieden und Stille, süße Melancholie, düstere Romantik, Ästhetik, Poesie… und das in einer Art und Weise aus längst vergangenen Tagen. Gothic hat nichts mit Satanismus zu tun. Es geht um die Jugendkultur junger Menschen, die einsame, ruhigere, nachdenklichere, ernsthafte, sensible, melancholische, poetische Individualisten sind.

2. Wie ist ihre Kultur?

Sie sind sehr kulturell und gut gebildet. Sie lesen viel, schreiben eigene Gedichte und Prosa, hören Musik und diskutieren mit gleich gesinnten Besuchern. Sie malen oder erstellen selbst ihre Wohnung. Sie unternehmen Ausflüge in Wälder (vor allem im Herbst), alte Kirchen, Burgen, Ruinen und Friedhöfe sind populäre Freizeitinteressen der Gothics. Studien sprechen heute von bis zu 160 000 Anhängern der Gothicszene. Sie symbolisieren, was Neonazis hassen. Sie hassen Gewalt und stattdessen lösen sie ihre Konflikte mit Reden. Die Gothics sind eine Mondkultur inmitten von Sonnenkulturen. Der Mond symbolisiert Sehnsucht und die Zeit seiner Präsenz. Die Nacht bedeutet Stille und Einsamkeit. Sex und Tod, Schwarz und Weiß – diese Widersprüche sind typisch für die Gothic „Schönheit“.

3. Was bedeutet der Tod für Gothics?

Der Tod ist der rote Faden für die gesamte Gothic-Kultur. „Tod und Sterben gehört für mich zum Leben dazu“. Sie wissen, dass sie hier und jetzt leben und ihre Probleme lösen müssen. Sie möchten eine andere Beziehung zum eigenen Tod als andere Menschen, die Angst vor dem Tod haben. Sie akzeptieren den Tod. Die Gothics sind keine „Subkultur des Todes“, die ihre Mitglieder in den Selbstmord treibt.

Der Friedhof: Was bedeutet der Friedhof für Gothics?

Sie gehen auf Friedhöfe, um die Ästhetik zu bewundern, um Ruhe zu finden. Man geht mit ein, zwei Freunden auf den Friedhof, nicht mit einer großen Gruppe, das ist blöd, und setzt sich einfach nur hin und genießt diese Ruhe und die Natur. Das ist einfach schön. Da bist du beim Grunde des Menschen, beim Anfang und beim Ende, das ist friedlich, dein Zuhause. Was ist am Tod so schrecklich? Es gehört doch zum Leben dazu…Manche gehen eigentlich nur alleine auf Friedhöfe.

4. Wie entstand Gothic? (Musik und Literatur)

In der zweiten Hälfte der 90er-Jahre ist Gothics aufgeblüht, aber die Wurzeln sind in den 70er-Jahren. Ihre Ursprünge haben die Gothics in den Ideen des französischen Philosophen Jean Paul Sartre (1905 – 1980), einem Vertreter des Existentialismus. Er und seine Anhänger zogen sich schwarz an und gründeten den „pazifistischen (gewaltfreien) Widerstand gegen die Gesellschaft“.

Die Musik

Die Erfinder ihres Stils sind Musiker, z.B. Robert Smith aus Sussex/Großbritannien. Er gründete die Band The Cure. Die erste Gothic Hymne war von Robert Smith von The Cure „Bela Lugosi´s Dead“. Sie spielten „Selbsmordrock“. Robert Smith hat immer schwarz gefärbte Kleidung getragen und hochtoupierte Haare. Sein Gesicht war totenblass, die Augen schwarz umrandet, die Lippen knallrot gefärbt. Susan Dallion alias Siouxsie Sioux war als Frontfrau der Band Siouxsie. Sie war eine dämonische Punk-Prinzessin. Ein gutes Symbol für Gothics. Sie sangen morbidere, introvertiertere Lieder. Sie mochten Punk und New Wave. Die okkulten Symbole waren für sie typisch. Weitere bekannte Bands waren: Christian Death, Depeche Mode, Joy Division, Fields of the Nephilim, Sisters of Mercy… Die Musik wie Punk und Black Metal ist ein Heilmittel für die depressive Jugend. Kummer und Trauer kann man mit der Musik überwinden. Für viele ist die Musik die beste Therapie: “…,in dem Moment kommt bei mir dann wieder dieser Schalter. Klick! So scheiße geht´s dir nun auch nicht!“

Die Literatur

Dabei spielte die Literatur eine besondere Rolle. Das war die Möglichkeit des Rückzugs vom Alltagslärm der Gesellschaft. In der Literatur könnten sie auf die grundlegenden Fragen des menschlichen Seins eine Antwort finden. Die zentralen Themen waren der Tod und mögliche Welten und Reinkarnationen, mittelalterliche und Religionsgeschichten, nordische Mythen, Runenkunde und Esoterik, Magie und (Neo)Satanismus. Zum Beispiel Hermann Hesse, Friederich Nietzsche, H. P. Lovercraft mit ihre Horrorgeschichten, auch Nikolai Gogol, Feodor Dostojewskij, Existenzialisten wie Jean-Paul Sartre, Albert Camus, der schwarze Romantiker Novalis. Sie haben düstere Geschichten geschrieben. Auch Charles Baudelaire (Die Blumen des Bösen), Bram Stoker (Drakula), Mary Shelley (Frankenstein), Anne Rice (Interview mit einem Vampir) oder Sheridan le Faunu (Carmilla).

5. Wie sehen Gothics aus?

Die Leute tragen schwarze Hosen und schwarze Hemden oder T-Shirts, Bodys, Kleider, Miniröcke, viel Lack, Latex und Leder, Schnallenschuhe, bestrapste Beine…pupillenfarben. Ihre Provokation hatte keine politische Bedeutung, sonder eine ästhetische. Echter Gothicsstill sind barocke Kleider – die Ladys mit Korsett, tiefem Dekollete und weiten Röcken, die Typen mit Jacken und Stiefeln, die an die Kostüme mittelalterlicher Edelleute erinnern sollen. Die Haare können auftoupiert werden, mit zahlreichen Accessoires aus der Satanismus-Szene (Pentagramme, umgedrehte Kreuze, „666“-Symbole) oder aus der SM-Szene (z.B.Intimpiercings). Accessoires sind sehr wichtig für die Gothics. Sie tragen oft erotische Kleidung und Fetischmode.

6. Wie sind sie in der Schule und bei der Arbeit?

Manchmal treffen sie auf Verständnislosigkeit in der Schule, wo sie allein in der Ecke sitzen mögen und spielen mit anderen Mitschülern kaum. Sie sehen aus wie ein Alien aus einer fremden Welt.

7. Woran glauben Sie?

Sie glauben an Reinkarnation. Sie denken, dass unsere sterblichen Körper in der Erde zerfallen, sich mit der Natur vereinen und neues Leben hervorbringen. Sie sind fasziniert von allem Extremen und vor allem von psychischen Situationen. Sie respektieren andere Glaubensbekenntnisse der Menschen. Unter anderem sind sie beschäftigt mit alten heidnischen Kulturen und dem Spätmittelalter wie Inquisition, Hexenprozesse, usw. Sie haben eine kritische Distanz zum institutionalisierten Christentum. Diese Handlung führt sie manchmal in eine Annahme satanischer Doktrinen, aber christliche Dogmen sind immer da. Trotzdem sind sie nicht Satanisten. Sie brauchen keine Rituale zu praktizieren (Tieropferung), sondern Meditationsübungen, auf dem Boden sitzen, Augen schließen, tief einatmen, in sich blicken…

8. Wo treffen sich Gothics?

In den meisten Clubs geht bei den großen Goth-Rock-Hymnen ganz schön die Post ab. Während Alkohol dabei in Strömen fließt, sind Drogen weitgehend tabu. Sie treffen sich in ihren Szene-Clubs, bei speziellen Festen oder bei einem Konzert. Man kann Gothics bei Techno-Raves, HipHop-Jams und anderen lautstarken Ereignis kaum treffen. Auch Sport ist kein beliebtes Ereignis.

Leipzig

Sie treffen sich einmal pro Jahr in Leipzig. Das Wave-Gothik-Treffen hat rund 2 000 Teilnehmern. Die meisten Händler haben Kleidung und Modeaccessoires im Programm, andere bieten Musik, Bücher und andere esoterische Kultsachen (Runen, astrologische Kalender, heilige Steine). Hier gibt es Ketten und Ringe, Kreuze, Piercing und anderen christlichen, heidnischen oder satanistischen Schmuck. Düstere Ornamente sind sehr populär. Es gibt dort viele Kerzenlichter auf Schädeln. Im Internet kann man viele Adressen für „schwarze“ Partys finden, aber auch Webseiten für Mode, Musik und andere Accessoires.