Monatsarchiv für März 2009

Podcast: Wann ist man erwachsen?

Dienstag, den 31. März 2009
  • Sender:
    WDR 5 Lebensart: Alt & Jung
  • Thema:
    Gesellschaft & Soziales
  • Zielgruppe:
    Deutschlerner mit Sprachkenntnissen auf B2-Niveau
  • Unterrichtskontext:
    Thema Gesellschaft / Familie / Jugend
  • Aufgabentyp:
    Arbeitsaufträge vor dem Hören:
    – in Kleingruppen diskutieren
    – Diskussionsergebnisse in der Klasse präsentieren
    Situation im Heimatland beschreiben
    Fragen nach dem Muster „richtig/falsch“
    Korrigieren falscher Aussagen in Stichworten
  • Aufgabe beim Hören:
    selektives & detailliertes Hören

Materialien zum Download:
„Wann ist man erwachsen?“ – Arbeitsblatt (pdf)
„Wann ist man erwachsen?“ – Arbeitsblatt mit Lösungen (pdf)

Den Podcast finden SIe hier.
(Die Dauer der Verfügbarkeit der einzelnen Podcast-Episoden unterscheidet sich je nach Sender!)

Kim Kluckhohn
– Pädagogischer Leiter DaF –

Eine kleine Stadtgeschichte Düsseldorfs

Montag, den 30. März 2009

von Rosalina Ramiro und Juan Manuel Gil Roman

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Düsseldorf“ entstanden.

Die Neandertaler wohnten in der Umgebung von Düsseldorf seit der Steinzeit, vor etwa 100.000 bis 40.000 Jahren. Dieser Name kam von dem Fundort Neanderthal, etwa 4 km östlich des Stadtgebiets. Man hat Funde menschlicher Kultur gefunden, die aus der Bronzezeit (1800 bis 700 vor Christus) und der vorrömischen Eisenzeit (700 bis um Christus Geburt) stammen.

Die ersten schriftlichen Erwähnungen von Düsseldorf gehen auf das Jahr 1185 zurück. Es gibt ein Schreinbuch, in dem diese Stadt „Dusseldorp“ gennant wird. Düsseldorf verwandelt sich nicht in eine Stadt bis zum Jahr 1288, nach der Niederlage von Köln im Kampf von Worringen. Dieser Kampf wird die Rivalität zwischen den beiden Städten markieren. Man kann sagen, dass sich diese Rivalität bis heutzutage hält.

Düsseldorf erfuhr ein schnelles Wachstum und erlebte seine Goldzeit unter dem Mandat von Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz, der die Stadt von 1679 bis 1716 regierte. Nach dem Tod Johann Wilhelms verfiel die Stadt in einen langen und langsamen Abstieg.

1773 wurde die älteste Kunstakademie Europas gegründet. Bekannte Künstler studierten oder lehrten in dieser Akademie, wie zum Beispiel Paul Klee, Nam June Paik und Joseph Beuys.

Die französische Armee bombardierte 1795 die Stadt und radierte seine Befestigungen aus, die später in Parks und Gärten umgewandelt wurden.

1797 wurde Heinrich Heine, einer der größten deustchen Dichter, geboren.

Napoleon I. gründete 1805 das Großherzogtum Berg im Rahmen des Rheinbündnis und Düsseldorf wurde zur Haupstadt ernannt. Die Herzöge von Berg residierten in einem Schloss, in dem andere bekannte Persönlichkeiten wohnten, wie zum Beispiel Joachim Murat und Jérôme Bonaparte.

Nach dem Absturz des französischen Kaisserreichs von Napoleon verordnete der Kongress von Wien, dass das Herzogtum zu Preußen gehörte. 1815 wurde Düsseldorf vom preußischen König Friedrich Wilhelm in Besitz genommen.

Durch die Industrialisierung gewann Düsseldorf seine wirtschaftliche Kraft wieder. Die neuen Maschinen schufen Reichtum und die Stadt wuchs unaufhörlich. Neue Brücken wurden gebaut, um die Expansion am anderen Rhein-Ufer zu erleichtern. Viele Industriebetriebe siedelten sich in der Stadt an, wie zum Beispiel die Glashütte, das Textilgewerbe oder die Stahlwerke.

Die belgischen und französischen Truppen besetzten Düsseldorf von 1921 bis 1925 nach dem Absturz des Zweiten Reichs im Ersten Weltkrieg.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden mehr als 80 Prozent der Stadtmitte Düsseldorfs zerstört und es überlebten nur 249 Personen einer jüdischen Gemeinschaft mit 5100 Menschen. Nach dem Krieg gründeten 1946 die Briten das Land Nordrhein-Westfalen und Düsseldorf wurde zur Haupstadt ernannt.

Heutzutage haben viele Versicherungs-, Fernmelde- und Werbeunternehmen sowie zahlreiche Banken und japanische Firmen ihren Sitz in Düsseldorf. Die Stadt wurde zu einer Dienstleistungstadt, in der mehr als 3000 internationale Firmen ihren europäischen Sitz haben.

Wichtige Menschen aus Düsseldorf:

Johann Wilhem von der Pfalz

Johann Wilhelm von der Pfalz, auch Jan Wellem gennant, geboren in Düsseldorf am 19. April 1658, gestorben in Düsseldorf am 8. Juni 1716.

Johann Wilhelm war der älteste Sohn vom Philipp Wilhelm, der die folgenden Titel besaß: Pfalzgraf und Herzog von Pfalz-Neuburg, Herzog von Jülich und Berg, Kurfürst von der Pfalz.

Da Frankreich auch Anspruch auf die Kurpfalz beantragte, verheiratete Philipp Wilhelm 1678 seinen Sohn Johann Wilhelm mit der Erzherzogin Maria Anna Josepha, Tochter des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand III. und seiner Gattin Prinzessin Eleonora Magdalena Gonzaga von Mantua-Nevers. 1679 setzte Philipp Wilhelm ihn als Statthalter von Düsseldorf ein. Der Vater überlies seinem Sohn Johann den jülich-bergischen Länderkomplex und ab dann nannte sich der Sohn Johann Wilhelm II., Herzog von Jülich und Berg. Um sich gegen Frankreich zu schützen, verheiratete Philipp Wilhelm seine Tochter Sophie mit König Peter II. von Portugal und seine Tochter Maria Anna mit dem spanischen König Karl II. Zusätlich trat er der Augsburger Allianz bei, die ein Bündnis gegen die Expansion Frankreichs darstellte. Dies alles ermöglichte Philipp, sich ganz der Kurpfalz zu widmen. Doch trotz aller Bündnisse konnte der Angriff Ludwigs XIV. auf die Kurpfalz nicht verhindert werden. Nach Mannheim und Frankenthal fiel 1689 auch Heidelberg den Franzosen in die Hände. Philipp Wilhelm zog sich nach Neuburg zurück, wo er 1690 als gebrochener Mann starb.

Am 2. September 1690 nach dem Tod seines Vaters Philipp Wilhelms übernahm Johann Wilhelm die Regierung und während des Krieges mit Frankreich leitete er die Wende in der Konfessionspolitik und die Gegenreformation in der Kurpfalz ein. Wegen des Pfälzer Erbfolgekriegs wohnte Johann Wilhelm nicht im zerstörten Heidelberg, sondern im Düsseldorfer Schloss. Jan Wellem heirate in Ulm an der Donau am 5. Juni 1691 die Prinzessin Anna Maria Luisa de Medici (1667–1743), Tochter des Großherzogs der Toskana, Cosimo III. de Medici und seiner Gattin Prinzessin Margarete von Orléans ein zweites Mal, nachdem seine erste Frau 1689 verstarb. Im Frieden von Rijswijk 1697, der den Pfälzer Erbfolgekrieg beendete, und der dort abgeschlossenen Klausel, erreichte er die Rückgabe der von den Franzosen besetzten pfälzischen Gebiete. Während seiner Regierung ließ Jan Wellem prachtvolle Bauten wie das Schloss Bensberg erbauen und gab den Ausbau des Düsseldorfer Schlosses in Auftrag. Durch sein aufwändiges Hofleben verschaffte er vielen Künstlern und Handwerkern Aufträge.

Zu seinen größten Leidenschaften zählte die Förderung von Kunst und Kultur. In der Residenzstadt Düsseldorf gründete er die Düsseldorfer Gemäldegalerie mit Werken vor allem von Rubens. Jean Frans van Douwen war Johann Wilhelms Hofmaler. Gabriel de Grupello erschuf auf dem Marktplatz von Düsseldorf das Reiterstandbild von Jan Wellem.

In der Dominikanerkirche St. Andreas in Düsseldorf befindet sich die Grabstätte von Johann Wilhelm.

Heinrich Heine

Christian Johann Heinrich Heine, geboren in Düsseldorf am 13. Dezember 1797, gestorben in París am 17. Februar 1856, Sohn judischer Eltern, war einer der wichtigsten deutschen Poeten und Journalisten des 19. Jahrhunderts.

Heine wird als der lezte Poet und Gewinner der Romantik bezeichnet. Er gab der deutschen Sprache Einfachheit und Eleganz, was vorher nicht vorstellbar war. Heine wurde damals geliebt und gefürchtet wegen seiner verpflichtenden Weise, seiner Arbeit als kritischer Journalist nach zu gehen. Wegen seines judischen Ursprungs und seiner politischen Meinung wurde er immer ausgeschlossen und angegriffen. Seine Einsamkeit prägte seine Bücher und sein Leben. Heutzutage ist Heine der meist übersetzte und erwähnte deutsche Poet.

Auswirkungen der Werbung auf die Gesellschaft

Freitag, den 27. März 2009

von Evrim Can, Ana Matovska und Maggie Fu

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Werbung“ entstanden.

Die Geschichte der Werbung begann vor mehr als zwei Jahrtausenden. Die erste Werbung war mündliche Werbung. Händler, Austräger und wandernde Handwerker haben ihre Waren und Dienstleistungen auf den Straßen und Markplätzen gerühmt. Als die erste schriftliche Werbung gilt ein in London aufbewahrtes Papyrus, in dem der Verkauf eines Sklaven gemeldet wurde. Aushänge wurden an Mauern und häufig besuchten Gebäude platziert. Archäologen fanden so etwas in den Ruinen des antiken Rom und Pompeji. Die Wende in der Geschichte hat sich 1445 ereignet, als von Johannes Gutenberg die Druckerpresse erfunden wurde. Damit konnte man schnell und mit hoher Qualität Texte kopieren, dazu Plakate, Handzettel und Zeitungsanzeigen herstellen. Die nächste Erfindung, die die Entwicklung der Werbund beeinflusst hat, war die Fotografie. Die Waren und Leuten sahen wie im realen Leben aus. Die Fotografie hat mehr Vertrauen und Interesse an Werbung geweckt. Seit dem 19. Jahrhundert wurden Psychologen und Soziologen in der Werbebranche aktiv herangezogen. Ab diesem Moment wurde die Werbung eines der effektivsten Manipulationsmittel des Massenbewusstseins. Schätzungen zufolge wird ein Mench in der modernen Gesellschaft innerhalb eines Tages ungefähr 1500 Mal mit Werbung konfrontiert. In Deutschland wurde der Begriff „Reklame“ vom französischen réclame (frz.: réclamer: ausrufen, anpreisen) bis in die 1930er Jahre verwendet. Heutzutage hat dieser Begriff eine negative Bedeutung und wurde durch „Werbung“ ersetzt.

Die Werbung dient der Absatzförderung, der Kundschaftbeschaffung, dem Vertrieb von Waren und Dienstleistungen und kann eine Veränderung des menschlichen Bedarfs bewirken. Ohne Werbung kann man sich unseren Alltag nicht mehr vorstellen. Sie ist zu tief in unserem Leben verankert, z.B im Fernsehen und Radio, in Zeitungen, im Internet, auf der Straße mit Werbetafeln, Plakatwänden und Litfassäulen. Die Werbung ist immer plakativ, d.h sie hat immer einen einfachen Slogan als Kernaussage. Sie zeigt uns glückliche und erfolgreiche Menschen oder erzählt über Freiheit, Liebe, Kraft, Schnelligkeit, Entwicklung usw. Mit Sonderangeboten, Schäppchen oder befristeten Angeboten beeinflusst die Werbung den Menschen zu konsumieren. Aber die Menschen merken dies nicht, weil große Werbeagenturen in der Werbeindustrie arbeiten. Sie erfinden interessante Verkaufsstrategien oder Tricks, mit denen der Umsatz einer Firma erhöht werden kann. Mit der Steigerung des Umsatzes einer Firma erhöht sich die Produktion. Dies bringt mehr Arbeit. Folglich bezahlt die Firma mehr Steuern an die Regierung und die Wirtschaft expandiert. Eine expandierende Wirtschaft bedeutet automatisch auch gesteigerten Konsum. Wegen dieses Kreislaufs kann die Wirtschaft ohne Werbung nicht auskommen.

Andererseits manipuliert die Werbung besonders jugendliche Konsumenten, die wenig Erfahrung haben und auch Menschen, die eine schlechte Bildung haben. Sie glauben, dass alles, was sie in der Werbung sehen, der Wahrheit entspricht. Aber viele Dinge sind Übertrieben. Die Produkte stehen nicht immer im Vordergrund, sondern übertriebene Images wie Sex, Kraft und Erfolg. Diese Übertriebenen Images beeinflussen die Jugendlichen, die ohne Zweifel blindlings in die Werbung vertrauen. Es kann sein, dass die steigende Jugendkriminalität auf die Werbung zurückgeführt werden kann. Außerdem werden die guten Seiten immer in der Werbung präsentiert und die schlechten Seiten der Produkte werden nicht unterdrückt, sondern sind gar nicht präsent. Menschen ohne Erfahrung und Kenntnisse vertrauen gänzlich der Werbung ohne Zweifel und finden sich am Ende hereingelegt. Das Babymilchpulver in China ist ein gutes Beispiel. Die Eltern glaubten, was in der Werbung gesagt wurde, war gut für ihre Babies. Die Eltern brachten mit ihrem Vertrauen in die Werbung die Säulinge im Gefahr.

Zusammenfassend kann man sagen, dass für die erfolgreiche Präsentation der Produkte die Werbung ein sehr wichtiges Element in der heutigen Wirtschaft ist. Die großen Unternehmen geben immer mehr Geld für Werbekampagnen aus, was sich selbstverständlich lohnt, da dadurch die Profite enorm steigen. Viele Leute arbeiten in dieser Branche, die als eine der Branchen mit den besten Berufsperspektiven heutzutage gilt. Das sind die Leute aus dem Marketingbereich, sowie die Leute, die für den kreativen Teil der Werbung zuständig sind. Damit der Verkauf der Produkte immer erfolgreich ist, sorgen die Werbeagenturen immer für neue und frische Werbeideen und Strategien und stehen dabei in Konkurrenz zueinander. Für mehr Erfolg bei der Manipulation der Kunden benutzen die Werbeleute oft bekannte Personen wie Schauspieler, Sänger, Models, Sportler usw. Ein Beispiel hierfür ist die Werbekampagne von „PEPSI“, in der Britney Spears, Beyonce und Pink vorkommen, oder das Beispiel David Beckham.

Interkulturelle Probleme in einer romantischen Beziehung

Mittwoch, den 25. März 2009

von Mayse Carvalho, Sandra Hoffmeister und Sharon Schmidt

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Interkultutrelle Probleme“ entstanden.

Das Thema „Interkulturelle Probleme in einer romantischen Beziehung“ findet seit vielen Jahren Beachtung. Vielleicht vor mehr als zweihundert Jahren (in der Zeit der Könige) konnten die Prinzessinnen sich nicht weigern, wenn ihre Eltern sie mit einer Person aus einem anderen Königreich verkuppelten. Heutzutage hängen interkulturelle Liebesbeziehungen mit der Globalisierung zusammen. Aus erzieherischen, beruflichen oder privaten Gründen reisen viele Menschen ins Ausland, und damit haben sie die Möglichkeit, andere Traditionen kennenzulernen, andere Sprachen zu erlernen und ebenso eine romantische Beziehung frei zu beginnen.

Am Anfang ist alles so spannend, so interessant! Wenn Menschen, die zwei verschiedenen Nationalitäten angehören, sich ineinander verlieben, werden sie zunächst von den exotischen Merkmalen des anderen angezogen. Diese kulturellen Unterschiede sind genau der Hauptpunkt der Annäherung zwischen ihnen. Allerdings können diese reizvollen Unterschiede im Lauf der Zeit viele Probleme verursachen, insbesondere wenn sie nicht bemerkbar oder nicht leicht zu verstehen sind. Viele Entscheidungen und Aspekte des Alltags werden komplizierter in einer interkulturellen Liebesbeziehung. Einige Gründe dafür sind nicht nur verschiedene Persönlichkeiten und geschlechtsspezifische Unterschiede, sondern auch verschiedene Kulturen.

Viele Frauen zum Beispiel, die aus Südamerika kommen und deutsche Partner haben, beschweren sich darüber, wie die deutschen Männer ihre Liebe äußern. In Südamerika sind die Menschen sehr liebevoll und normalerweise äußern sie ihr Liebesgefühl in der Öffentlichkeit. Im Gegensatz dazu sind die Deutschen aus kulturellen Gründen nicht an den Ausdruck von Zärtlichkeit und Zuneigung gewöhnt. Dabei wird deutlich, dass, was auf den ersten Blick wie ein sehr unpersönliches, nicht liebevolles und gleichgültiges Verhalten aussieht, einfach auf ein besonderes Merkmal der deutschen Kultur hinweist. Man kann deshalb zu dem Schluss kommen, dass die Deutschen im Algemeinen zurückhaltender sind. Das bedeutet jedoch auf keinen Fall, dass sie ihre Partner weniger oder mehr lieben. Man kann also festhalten, dass viele südamerikanische Frauen, die diese deutsche kulturelle Facette unmittelbar bemerken, nicht unter dieser vermeintlichen männlichen Gleichgültigkeit leiden.

Ein anderes Problem ist der widersprüchliche Druck wegen der verschiedenen Mentalität, z.B. in Bezug auf Erziehung der Kinder, Haushaltsführung oder Pflichten zu Hause, den beide Familien auf das Paar ausüben können. Eine gute Möglichkeit, um diesen Druck zu entlasten, ist, dass das Paar eine neutrale Einstellung hat, damit es sich ohne äußerlicheren Einfluss entscheiden kann, was besser für sie ist oder nicht. Es ist außerordentlich wichtig, dass sich das Paar seine Zeit gleichmäßig bei den Schwiegereltern oder in den Familien aufteilt, weil sie sich so in beiden Kulturen besser integriert fühlen können. Je besser sie zudem die andere Kultur kennenlernen, desto besser können sie ihre Angelegenheiten behandeln und diese aus einer anderen Perspektive betrachten. Die Kommunikation spielt im diesem Fall eine große Rolle und irgendwie muss das verschiedenen Kulturen angehörende Paar toleranter sein, weil es nicht immer einfach zu unterscheiden ist, ob ein Problem aus kulturellem Grund oder aus anderen Gründen entsteht.

Eine weitere Schwierigkeit zwischen interkulturellen Paaren tritt auf, wenn sie selbst nicht in der Lage sind, mit Ausländern umzugehen und eine interkulturelle Beziehung herzustellen. In der Geschäftswelt ist es häufig, dass bevor Firmenvertreter internationale Kunden oder Partner besuchen, sie die andere Kultur kennenlernen und verstehen, um ihre Verhandlungen mit den ausländischen Kunden besser zu führen und damit die Ergebnisse des Betriebs zu verbessern. Mit Hilfe von Internet, Büchern, Kursen oder Beratern können die Unternehmen dieses Ziel erreichen. Im Gegensatz dazu wird ein Liebesverhältnis so spontan durchgeführt, dass es kaum Menschen gibt, die sich auf eine interkulturelle romantische Beziehung vorbereitet haben. Auf der einen Seite setzen Liebende auf das falsche Klischee, dass Liebe ausreichend ist, um alle Schwierigkeiten zu bewältigen. Anderseits zeigen die praktischen Erfahrungen, dass dieser Glaube sehr oft nicht funktioniert. Eigentlich sollte das Paar sich ein Ziel setzen, um immer andere realistische Aspekte, die ebenso wichtig sind, zu beachten: Verständnis für die gegenseitigen Kulturen und Unterschiede, Geduld, Kompromissbereitschaft und ständiges Lernen. Wenn das Paar alle diese menschlichen Merkmale zusammen kombinieren würde, hätten sie das Rezept für den Erfolg in der Beziehung.

Zusammenfassend können wir sagen, dass man die Liebe nicht vorausdenken kann. Eine Beziehung sollte jeden Tag neu genährt werden. Alle Paare der Welt haben Probleme, aber der Schlüssel für den Erfolg der interkulturellen Beziehungen ist, dass das Paar alle Unterschiede zur Diskussion stellt und dass alle Entscheidungen die Zustimmung beider Partner finden.

Technischer Fortschritt beim Sprachenlernen: Fluch oder Segen?

Montag, den 23. März 2009

von Aleidy Echarry und Sofia Eleftheriadou

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Technischer Fortschritt“ entstanden.

Aleidy und Sofia haben sich beim IIK-Sprachkurs kennen gelernt, wo sie Deutsch lernen. Die erste kommt aus Venezuela, während die zweite aus Griechenland kommt. Sie möchten Deutsch lernen, um in Deutschland zu leben und arbeiten. Aber was könnten sie machen, wenn sie keine Möglichkeit hätten, die Sprache in einer Sprachschule zu lernen? Gibt es andere Möglichkeiten für diejenigen, die eine Fremdsprache lernen möchten, obwohl sie keine Zeit oder kein Geld haben?

Maria ist eine Freundin von Sofia. Sie möchte gern Deutsch lernen, aber sie hat weder genug Geld noch Zeit, um nach Deutschland umzuziehen oder an einem Sprachkurs teilzunehmen. Maria sagt, heutzutage sei es einfach und möglich, eine Fremdsprache ohne Lehrer zu lernen. Sie führt lachend fort, man brauche nur den Wunsch, einen Computer und einen bequemen Stuhl!

Man kann feststellen, dass die Entwicklung der Technologie mehr Aspekte unseres Lebens beeinflusst, als man sich vorstellen könnte. Die Entwicklung im Bereich der Informatik, der Computer und des Internets nimmt kontinuierlich zu. Die Mehrheit der Leute in den modernen Gesellschaften haben einen Computer und beschäftigen sich mit dem Internet. Durch den Computer und das Internet wird den Menschen die Möglichkeit geboten, Fremdsprachen zu lernen. Früher konnte man mit Hilfe von Büchern und Cassetten oder CDs in Kontakt mit der Sprache kommen, ohne einen Lehrer zu haben. Heute kann man eine fremde Sprache einfach und relativ billig lernen, indem man an Web-Learning teilnimmt oder ein Programm am Computer benutzt.

Diese Methoden sind eine ideale Lösung für diejenigen, die weder in ein fremdes Land umziehen noch einen Sprachkurs besuchen können. Überall, wo man einen Computer mitnehmen kann, kann man am Unterricht teilnehmen. Ob man zu Hause oder am Strand lernt, hängt von der jeweiligen Person ab. Auβer der örtlichen Flexibilität gibt es auch eine zeitliche Flexibilität. Wem es an Zeit mangelt und wer nicht an einem Sprachkurs teilnehmen kann, kann einen “elektronischen” Lehrer einstellen. Man entscheidet sich, wann der Unterricht beginnt und wann er zu Ende ist.

Die Kenntnisse, die man mit diesen Methoden bekommt, sind verhältnismäßig günstig und erschwinglich für jeden. Das Internet bietet den neuen Studenten viele Möglichkeiten, die Sprache zu üben. Im Internet kann man fremdes Fernsehen sehen, fremde Zeitunen lessen und viele Informationen über das Land, die Kultur, die Traditionen und die Lebensweise bekommen. Auβerdem kann man sich mit einheimischen Leuten mündlich und schriftlich unterhalten.

Zwar ist es richtig, dass es viele Argumente für diese Technologien gibt, aber es gibt auch ein paar Nachteile. Ein großer Nachteil ist, dass man keinen direkten Kontakt mit der Kultur hat. Wenn eine Person eine neue Sprache lernt, sollte sie sich für alle Aspekte interessieren. Das heißt, dass man, um ein globales Lernen zu erreichen, in jeder Hinsicht die Länder, wo die Sprache als Muttersprache gesprochen wird, gut kennen sollte. Wenn eine Person alleine lernen muss, gibt es auch keinen Kontakt mit Lehrern oder anderen Studenten. Dieser Kontakt kann aber sehr wichtig sein. Besonders, wenn man keine Chancen hat, direkt Kontakt mit der Kultur zu haben, kann man durch die Lehrer oder Mitschüler darüber lernen.

Für viele Studenten kann es problematisch sein, wenn sie etwas nicht verstehen. Die Programme haben normalerweise grammatische Erklärungen, die einfach von den Studenten verstanden werden sollten. Aber wenn etwas nicht klar ist, gibt es niemanden, der es erklären kann. Es ist auch schwer, eine falsch gelernte Information zu korrigieren. Ein Beispiel sind die Audio-Learning-CDs. Man hört bestimmte Sätze, die wiederholt werden sollen. Dafür gibt es ein Kommando, gefolgt von einer Pause. Das Problem ist, dass man nicht sicher sein kann, ob die Übung richtig gemacht wurde oder nicht. Nachdem man etwas durch dieses System gelernt und benutzt hat, kann es schwer zu ändern sein.

Ein weiterer Aspekt ist das Fehlen eines Zeitplans zum Lernen. Einerseits hat der Schüler viel Flexibilität. Andererseits ist es wichtig zu erkennen, dass man wahrscheinlich weniger Stunden lernt, weil man nicht den Druck eines Zeitplans hat. Ein anderer Nachteil ist, dass man sich schnell langweilt. Es kann nicht zur Diskussion gestellt werden, dass die Atmosphäre im Unterricht besser ist, als alleine zu lernen. Es ist auch wichtig, dass das Lernen einer Sprache Spaß macht und dynamischer Unterricht ist in diesem Kontext immer effektiv.

Abschließend kann man sagen, dass diese modernen Methoden reich an Vorteilen sind. Sie sind perfekt für den Teil der Gesellschaft, der keine andere Möglichkeit hat, eine Fremdsprache zu lernen. Es geht um behinderte, taube, blinde Leute. Es gibt geeignete Programme für diese Menschen, die das Recht auf Fremdsprachenkenntnisse haben. Diese technischen Fortschritte haben den Lernprozess für viele Gesellschaftsgruppen ermöglicht und erreichbarer als in der Vergangenheit gemacht.

Es sollte auch erwähnt werden, dass die Vor- und Nachteile sich von einer Person zur anderen unterscheiden. Es hängt davon ab, was jede Person beim Lernen vorzieht und braucht. Ein Beispiel kann der Zeitplan sein. Manche Leute brauchen die Motivation des Unterrichts im Unterschied zu anderen, die sich wohler fühlen, wenn sie über ihre Zeit beim Lernen frei entscheiden können. Grundsätzlich kann man sagen, dass die technischen Fortschritte beim Sprachenlernen viele hilfreiche Aspekte mit sich bringen, wenn man die richtig benutzt.

Vorstellung eines Partnerprojekts

Donnerstag, den 12. März 2009

An der Katholischen Hochschule Limburg hat unter der Leitung von Els Missotten ein Soundslide-Projekt stattgefunden, das wir den Lesern des IIK Düsselblog gerne vorstellen möchten.

Weitere Informationen finden Sie im Bereich Partnerprojekte.

Kim Kluckhohn
-Pädagogischer Leiter DaF-