Werbung – die Stimme des Unterbewusstseins

von Iris Bardhi, Sang-heui Jeon und Cyrus Cummins

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Werbung“ entstanden.

„Eine Form, die der kommerziellen Massenkommunikation dient, für den Verkauf eines Produktes oder Dienstes, oder einer Nachricht im Auftrag einer Einrichtung, Organisation, oder Kandidaten für das politische Büro zu fördern – das ist Werbung.”

Marketing und Werbung sind sehr stark miteinander verbunden. Marketing ist Macht, und Werbung ist Verführer. Werbung ist Teil unseres Leben geworden, sie begegnet uns ständig beim Fernsehen, beim Zeitunglesen, beim Busfahren. Im Internet trifft man unvermeidlich auf Werbeanzeigen. Man ärgert sich über die vielen Werbeunterbrechungen während eines Filmes oder darüber, dass in Zeitschriften mehr Werbung zu sehen ist als Artikel.

Wie ist Werbung eigentlich zu Stande gekommen? Vor 2.000 Jahren wurden Angebote von Bäckern und Wirten auf Wände gemeißelt. Im Alten Rom wurden dort auch bestimmte Gesetze, wichtige Neuigkeiten und Warenangebote publiziert. In Europa entstanden daraus dann im Mittelalter sogenannte „Stadtschreier“ bzw. „Stadtschreierinen“. Mit der Zeit wurde Tinte günstig, so dass Handzettel und Plakate die „Schreier“ ersetzten. Im 17. Jahrhundert, als Massenzeitungen aufkamen, wurde Werbung dann durch dieses Medium verbreitet. Mit neuen Entwicklungen verändert sich auch die Werbung – für jede Erfindung, die auf eine Verbreitung von Informationen zielt, wird eine passende Art von Werbung entworfen.

Im 19. Jahrhundert hat Werbung noch eine einfache Form gehabt. Sie bestand aus großen Überschriften, nahm viel Platz ein und beinhaltete Aussagesätze mit vielen Informationen. Aber durch den Einfluss von Edward Bernays, dem Vater der Public Relation, ging die Werbung mehr auf die Psychologie der Konsumenten ein. Zunächst wollten die Marken und Unternehmen eine mehr spirituelle und besondere Bedeutung herausstellen. Edward Bernays hat dann zwischen seinem 30. und 40. Lebensjahr die Erkenntnisse seines Onkels Sigmund Freud genutzt, um die Meinung des Volkes durch die Psychologie des Unterbewusstseins zu manipulieren. Werbung, wie vieles andere, hatte dadurch einen sehr starken Einfluss genommen. Im Vorgrund standen nicht mehr die Produkteigenschaften, sondern die Bedeutung der Marken für den Alltag und die Kultur. Die Existenz des Individualismus wurde dann auch in den Vordergrund gesetzt und die Menschen wurden beeinflusst, Dinge zu kaufen, die ihr Inneres auf das Äußere übertragen. Durch die Verbreitung der Zeitung und die Entwicklung der Medien konnte man nicht nur Kaufwünsche, sondern auch Gefühle und Einstellungen manipulieren. Wir Menschen merken das nicht, es passiert unbewusst.

Im 20. Jahrhundert ist es immer noch so. Heute ist der Einfluss der Werbung sogar stärker. Durch Fernsehen und Internet und die exponentielle Verbreitung dieser Medien gibt es beispielsweise überhaupt nichts Kulturelles mehr, das nicht von Werbung beeinflusst ist. – „Kulturereignisse kommen nicht mehr ohne Sponsoring aus, selbst historische Gebäude wie das Brandenburger Tor werden teilweise mit Konzernwerbegeldern finanziert.“

Durch Werbung versuchen die Unternehmen die Kunden zu beeinflussen. Die Werber versuchen mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen. Werbung stellt eine schöne, bunte Welt vor, in der wunderbare Zustände wie Glück, Erfolg oder Beliebtheit mit bestimmten Produkten verknüpft sind. Ein erfolgreiches Unternehmen braucht die passende Werbung. Die Werbung ist wichtig, um den Kunden zu zeigen, welche Vorteile das Produkt bringt.

Werbung wird häufig von vielen Menschen als eine Art Gehirnwäsche dargestellt. Was gut zu funktionieren scheint sind Prominente. Immer wieder sind Schauspieler und andere Promis in der Werbung zu sehen. Davon kann man manipuliert werden, z.B wenn Eva Longoria ihre Haare mit L’Oreal Exellence färbt, denkt man automatisch, die Farbe sei toll. Werbung hat einen großen Einfluss auf unsere Entscheidung, obwohl wir das manchmal nicht verstehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in der heutigen Zeit Werbung einen enormen Anteil sowohl bei den audiovisuellen Medien als auch bei den Printmedien einnimmt. Ein beträchtlicher Teil der Medien finanziert sich durch Werbeeinnahmen. War Werbung in vergangener Zeit noch sehr einfach gestrickt, so wird heute für die Produktion von Werbung ein enormer Aufwand betrieben. Werbung arbeitet heute weniger mit Texten als vielmehr mit aussagekräftigen Bildern. Werbung will mittlerweile nicht vordergründig in Erscheinung treten, sondern subtil auf den Konsumenten einwirken. Sie zielt daher auf die Psychologie der Käufer und beeinflusst sie indirekt, indem sie ein bestimmtes Image mit dem beworbenen Produkt zu verbinden versucht. Daher werden in der Werbung oft Ideale und Prominente eingesetzt.

Eine Reaktion zu “Werbung – die Stimme des Unterbewusstseins”

  1. Manuel

    Werbungsmöglichkeiten und -perspektiven haben sich im Laufe der Zeit erheblich verbessert. In den 1990-er Jahren war es beispielsweise nicht möglich, etwas im Internet anzubieten oder eine Webung da zu erstellen. Heutzutage ist das Internet eine der größten und am kräftigsten gestalteten Werbungsquellen. Alle größeren aber auch viele kleineren Geschäfte verfügen schon über eine Internetseite bzw. ein Konto auf einem Portal, wo sie das Logo ihrer Firma präsentieren und ihre Produkte zum Verkauf einstellen können. Welcher Geschäftsführer stellt sich heutzutage ein Leben ohne Internet mehr vor? Eher keiner.