Monatsarchiv für September 2008

Deutsche: Problematisch oder problemlos?

Mittwoch, den 24. September 2008

von Aleksandra Moskal, Yun Xue und Tobias Cummins

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Interkulturelle Probleme“ entstanden.

Gehören interkulturelle Konflikte zur Vergangenheit oder sind sie noch aktuell? Kommt es einfach zu Missverständnissen zwischen deutschen und ausländischen Studierenden in Deutschland oder betreffen sie nur schlecht ausgebildete und sogar engstirnige Leute? Auf diese und ähnliche Fragen wird hier geantwortet werden.

Bei älteren Leuten sieht es ganz anders aus als bei jüngeren, weil sie einfach teilweise in der Vergangenheit leben. Die Politiker zum Beispiel machen sich Vorwürfe wegen des Zweiten Weltkrieges, sie wollen nicht vergessen, was schon passiert ist und keinen Einfluss auf die gegenwärtigen Verhältnisse haben sollte. Die Jungen dagegen können sich von der Vergangenheit einfacher abgrenzen. Das bedeutet nicht, dass sie Ignoranten sind, sondern dass sie es nicht wollen, dass die alten Konflikte ihr Leben und ihre Welteinschätzung dominieren.

Jedoch gibt es sicherlich auch viele interkulturelle Probleme zwischen gut ausgebildeten Leuten mit unterschiedlichem Kulturhintergrund.

Deutschland ist für Wissenschaft, Pünktlichkeit und natürlich die unendlich vielen Biersorten bekannt. Zumindest von der oberflächlichen Perspektive eines Ausländers aus betrachtet. Natürlich ist diese Aussage weit von der Wahrheit entfernt, aber es gibt trotzdem Spannungen zwischen den Kulturen in Deutschland.

In einer Umfrage zu typischen deutschen Eigenschaften, die unter den Deutschen durchgeführt wurde, nannte der größte Teil der Befragten Zuverlässigkeit, Fleiß, Perfektion, Ordnung und Pünktlichkeit. Es scheint, dass die früher erwähnten charakteristischen Merkmale nicht nur Klischees sind. Was den Deutschen von den Ausländern vorgeworfen wird, nämlich sehr hochnäsig zu sein, kam in dieser Umfrage nicht als Antwort vor. Hinter dieser Hochnäsigkeit versteckt sich jedoch kein Selbstbewusstsein, sondern ganz im Gegenteil Unsicherheit. Aber Ausländer denken, dass die Deutschen, sogar die Studierenden, auf sie herabsehen, weil sie nicht mit ihnen sprechen wollen und sich zurückhalten, während es genauso gut ein Zeichen von fehlendem Selbstbewusstsein sein kann.

Zu Konflikten kommt es, wo viele Leute sind. In einer Institution wie einer Universität findet man diverse Kulturen und Religionen unter der Studentenbevölkerung und deshalb können Probleme entstehen. Die Grenze der „Normalität“ ist sehr unterschiedlich zwischen den verschiedenen Kulturen. Was für eine ethnische Gruppe üblich ist, ist vielleicht für eine andere Gruppe ganz fremd. Nehmen wir als Beispiel den Unterschied zwischen Polygamie und Monogamie. Viele Leute haben für die polygame Kultur kein Verständnis und sind der Meinung, dass dies gegen sämtliche Menschenrechte verstößt, aber für einen Muslim ist das die Realität.

Man könnte vermuten, dass sich durch diese ethnischen, religiösen oder sonstigen Unterschiede Gruppen bilden, die sich gegenseitig abgrenzen. Das ist die schlimmste Situation, in der man sich befinden könnte. In der Realität sind die Unterschiede zwischen Menschen nicht so groß. Durch Globalisierung und das Zusammenkommen unterschiedlicher Kulturen in Deutschland verringern sich diese Unterschiede immer mehr mit der Zeit. Der Schlüssel, wodurch sich diese Probleme vermeiden lassen, ist ganz einfach. Man muss sich informieren. In dieser Welt, in der wir uns jetzt befinden, sollte jeder junger Mensch sich über andere Kulturen informieren. Wenn die Menschen sich informieren würden, könnte man vielleicht mehr Probleme vermeiden und für andere Kulturen Verständnis finden. Natürlich kann man es nicht auf einen Schlag erreichen, dass die Menschen reibungslos miteinander umgehen, aber es wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Interkulturelle Probleme lassen sich eigentlich schwer vermeiden. Durch die zunehmende Globalisierung wird sich die Situation schon verbessern, wenn sich zwei oder mehr Kulturen anstoßen. Andere Länder, andere Sitten. Um interkulturelle Probleme zu vermeiden, muss man sich gegenseitig kennenlernen, und zwar intensiv. Nehmen wir die Situation in Deutschland als Beispiel. Hier wohnen viele Einwanderer aus vielen unterschiedlichen Ländern. Wenn man mit der eigenen Kultur in ein fremdes Land zieht, wird man einen Kulturschock erleben. Zum Beispiel gibt es für einen Chinesen, der in Deutschland wohnt, bestimmt viele Probleme, die wegen der unterschiedlichen Kulturen entstehen.

In Deutschland wird man beispielsweise die anderen nicht nach privaten Sachen fragen, wie z.B. nach dem Alter, Einkommen u.s.w. In China ist es üblich unter Bekannten. Sogar wenn zwei Menschen, die sich gerade neu kennengelernt haben, solche privaten Frage gegenseitig stellen, ist es nicht so schlimm. Wenn ein Chinese einem Deutschen in Deutschland eine solche Frage stellt, wird er natürlich als unhöflich angesehen. Aber das merkt der Chinese vielleicht nicht. Das ist ein interkulturelles Problem im Alltag.

Unterschiedliche Umgehensweisen spiegeln auch die Kulturunterschiede, die oft kulturelle Probleme verursachen, wider. Wenn ein Deutscher einem chinesischen Mädchen vorschlägt, dass die beiden zusammen in die Kneipe gehen könnten, glaubt das chinesische Mädchen nach ihrer Erfahrung in China, dass der Junge für ihr Bier in der Kneipe bezahlen wird. Das Mädchen wird davon enttäuscht sein, dass der Junge nur sein eigenes Bier bezahlt. Das Mädchen wird das für geizig halten. Aber der Junge merkt es nicht, weil er es normal findet. Wenn man in China dem anderen vorschlägt, zusammen in ein Restaurant oder eine Kneipe zu gehen, wird es meistens als Einladung angesehen. Mit jemandem halbe-halbe machen war früher in China sehr selten. Dank der Globalisierung akzeptieren die jungen Leute heutzutage allmählich diese Weise. Aber bei den älteren Chinesen wird diese Weise als unfreundlich und geizig betrachtet, manchmal führt das sogar zum Ende der Freundschaft.

Die Globalisierung macht die ganze Welt klein. Aber in dem Prozess gibt es noch interkulturelle Probleme zu lösen, weil jede Kultur unterschiedlich ist. Um interkulturelle Kommunikation reibungslos ablaufen zu lassen, sollen wir zuerst die anderen Kulturen respektieren, dann gegenseitig tolerant für die Unterschiede sein. Man kann voneinander die Vorteile lernen. Man kann unterschiedliche Kulturen miteinander vermischen, damit alle Nationen eine große glückliche Familie werden.

Es wird immer Missverständnisse zwischen verschiedenen Kulturen geben. Zum größten Teil ist die Ignoranz und Intoleranz von Menschen daran schuld. Jeder Mensch hat die Verantwortung, sich zu informieren, und heutzutage ist es sehr einfach, an Informationen zu kommen. Als Mensch sollte man sich von einer Dritten-Person-Perspektive rational betrachten. Als Ausländer sollte man sich Mühe geben, um sich der Kultur des Landes, in dem man wohnt, anzunähern und nicht erwarten, dass das Land sich anpasst. Als Deutscher sollte man akzeptieren, dass es Ausländer gibt, die in Deutschland wohnen, weil es in der heutigen Zeit normal ist. Der Respekt muss beidseitig sein, so dass sich Ausländer reibungslos integrieren können und sich dadurch das gesamte Volk positiv weiterentwickeln kann.

Werbung – die Stimme des Unterbewusstseins

Mittwoch, den 24. September 2008

von Iris Bardhi, Sang-heui Jeon und Cyrus Cummins

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Werbung“ entstanden.

„Eine Form, die der kommerziellen Massenkommunikation dient, für den Verkauf eines Produktes oder Dienstes, oder einer Nachricht im Auftrag einer Einrichtung, Organisation, oder Kandidaten für das politische Büro zu fördern – das ist Werbung.”

Marketing und Werbung sind sehr stark miteinander verbunden. Marketing ist Macht, und Werbung ist Verführer. Werbung ist Teil unseres Leben geworden, sie begegnet uns ständig beim Fernsehen, beim Zeitunglesen, beim Busfahren. Im Internet trifft man unvermeidlich auf Werbeanzeigen. Man ärgert sich über die vielen Werbeunterbrechungen während eines Filmes oder darüber, dass in Zeitschriften mehr Werbung zu sehen ist als Artikel.

Wie ist Werbung eigentlich zu Stande gekommen? Vor 2.000 Jahren wurden Angebote von Bäckern und Wirten auf Wände gemeißelt. Im Alten Rom wurden dort auch bestimmte Gesetze, wichtige Neuigkeiten und Warenangebote publiziert. In Europa entstanden daraus dann im Mittelalter sogenannte „Stadtschreier“ bzw. „Stadtschreierinen“. Mit der Zeit wurde Tinte günstig, so dass Handzettel und Plakate die „Schreier“ ersetzten. Im 17. Jahrhundert, als Massenzeitungen aufkamen, wurde Werbung dann durch dieses Medium verbreitet. Mit neuen Entwicklungen verändert sich auch die Werbung – für jede Erfindung, die auf eine Verbreitung von Informationen zielt, wird eine passende Art von Werbung entworfen.

Im 19. Jahrhundert hat Werbung noch eine einfache Form gehabt. Sie bestand aus großen Überschriften, nahm viel Platz ein und beinhaltete Aussagesätze mit vielen Informationen. Aber durch den Einfluss von Edward Bernays, dem Vater der Public Relation, ging die Werbung mehr auf die Psychologie der Konsumenten ein. Zunächst wollten die Marken und Unternehmen eine mehr spirituelle und besondere Bedeutung herausstellen. Edward Bernays hat dann zwischen seinem 30. und 40. Lebensjahr die Erkenntnisse seines Onkels Sigmund Freud genutzt, um die Meinung des Volkes durch die Psychologie des Unterbewusstseins zu manipulieren. Werbung, wie vieles andere, hatte dadurch einen sehr starken Einfluss genommen. Im Vorgrund standen nicht mehr die Produkteigenschaften, sondern die Bedeutung der Marken für den Alltag und die Kultur. Die Existenz des Individualismus wurde dann auch in den Vordergrund gesetzt und die Menschen wurden beeinflusst, Dinge zu kaufen, die ihr Inneres auf das Äußere übertragen. Durch die Verbreitung der Zeitung und die Entwicklung der Medien konnte man nicht nur Kaufwünsche, sondern auch Gefühle und Einstellungen manipulieren. Wir Menschen merken das nicht, es passiert unbewusst.

Im 20. Jahrhundert ist es immer noch so. Heute ist der Einfluss der Werbung sogar stärker. Durch Fernsehen und Internet und die exponentielle Verbreitung dieser Medien gibt es beispielsweise überhaupt nichts Kulturelles mehr, das nicht von Werbung beeinflusst ist. – „Kulturereignisse kommen nicht mehr ohne Sponsoring aus, selbst historische Gebäude wie das Brandenburger Tor werden teilweise mit Konzernwerbegeldern finanziert.“

Durch Werbung versuchen die Unternehmen die Kunden zu beeinflussen. Die Werber versuchen mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen. Werbung stellt eine schöne, bunte Welt vor, in der wunderbare Zustände wie Glück, Erfolg oder Beliebtheit mit bestimmten Produkten verknüpft sind. Ein erfolgreiches Unternehmen braucht die passende Werbung. Die Werbung ist wichtig, um den Kunden zu zeigen, welche Vorteile das Produkt bringt.

Werbung wird häufig von vielen Menschen als eine Art Gehirnwäsche dargestellt. Was gut zu funktionieren scheint sind Prominente. Immer wieder sind Schauspieler und andere Promis in der Werbung zu sehen. Davon kann man manipuliert werden, z.B wenn Eva Longoria ihre Haare mit L’Oreal Exellence färbt, denkt man automatisch, die Farbe sei toll. Werbung hat einen großen Einfluss auf unsere Entscheidung, obwohl wir das manchmal nicht verstehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in der heutigen Zeit Werbung einen enormen Anteil sowohl bei den audiovisuellen Medien als auch bei den Printmedien einnimmt. Ein beträchtlicher Teil der Medien finanziert sich durch Werbeeinnahmen. War Werbung in vergangener Zeit noch sehr einfach gestrickt, so wird heute für die Produktion von Werbung ein enormer Aufwand betrieben. Werbung arbeitet heute weniger mit Texten als vielmehr mit aussagekräftigen Bildern. Werbung will mittlerweile nicht vordergründig in Erscheinung treten, sondern subtil auf den Konsumenten einwirken. Sie zielt daher auf die Psychologie der Käufer und beeinflusst sie indirekt, indem sie ein bestimmtes Image mit dem beworbenen Produkt zu verbinden versucht. Daher werden in der Werbung oft Ideale und Prominente eingesetzt.

Deutsche: Viel mehr als Bier- und Autohersteller

Mittwoch, den 24. September 2008

von Lidia Codesal Redondo, Anna Pawluk und Klara Svobodova

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Typisch Deutsch“ entstanden.

Jedes Land hat eine eigene, typische Kultur, die von jedem Außenstehenden anders betrachtet wird. Jede Kultur bezieht sich auf Sprache, Essgewohnheiten, Werte, Religion, Sitten und Bräuche. Jedes Land hat seinen eigenen, typischen Charakter, der sich aus hunderten Jahren unterschiedlicher Erfahrungen gebildet hat. Was ist typisch deutsch?

Im Ausland wird Deutschland vor allem mit Autos, Sauerkraut, Bratwurst, Bier, aber auch mit klassicher Musik, mit Dichtern wie Goethe oder Schiller assoziiert. Außerdem assoziieren viele Menschen Deutschland mit den Stichworten wie „Zweiter Weltkrieg“, „Adolf Hitler“, „Wiedervereinigung“ oder „Berliner Mauer“.

Die Deutschen gelten als pünktlich und zuverlässig. Ausländer halten die Deutschen für fleißig und pedantisch. Die Deutschen legen auch viel Wert auf Sauberkeit und Ordnung. Das sind die typischen, deutschen Eigenschaften.

Sehr typisch ist auch die deutsche Küche. Mit deutschen Gerichten assoziiert man vor allem Bratwurst, Sauerkraut und verschiedene Kartoffelgerichte. Würste sind in den meisten Ländern der Welt gleichbedeutend mit deutscher Küche. Als typisches deutsches Getränk gilt Bier. Die Deutschen trinken viel Bier. Bier ist in allen Teilen Deutschlands sehr beliebt.

Typisch deutsch ist auch das Oktoberfest in München, das eine der größten touristischen Attraktionen in Bayern ist. Für manche Besucher ist dieses Volksfest eine gute Ausrede um viele „Maß“ (1 Liter Bier) zu trinken, sich zu entspannen, sich in schöne Bayerische Kellnerinnen mit typischen Trachten zu verlieben und die ganze Nacht an Tisch zu lachen, zu reden und zu singen. Dagegen ist für Münchner dieses Fest ein wichtiges Ereignis, um Tradition mit Modernität in Verbindung zu bringen. Während das Oktoberfests findet eine riesige Kirmes mit vielen Attraktionen und Fahrgeschäften (Eisladen, Imbiss, Spielzeugladen, Tombola, usw.) statt.

Aber wenn man an Bayern denkt, kommen den meisten Ausländern nur zwei Sachen in den Kopf: F.C. Bayern (d.h. Fußball) und der multinationale pharmazeutische Konzern „Bayer“, auch wenn der seinen Sitz eigentlich in NRW und mit dem Bundesland Bayern nichts zu tun hat. Deshalb gelten die Deutschen als große Fußballfans sowie als effiziente Geschäftsleute. Das Bundesland Bayern gilt auch als eines der meist entwickelten Bundesländer in Deutschland. Die Zufriedenheit und Arbeitsamkeit spiegeln sich in jedem Bayern. Die Leute dort sind auch sehr stolz auf ihre Wurzeln und sie lieben es, sie zu zeigen. Die typische Lederhose tragen sie nicht nur in der Zeit der Bräuche und Feste, sondern auch im Alltag.

Ein anderes typisches Symbol der deutschen Kultur ist der „Stammtisch“. In Deutschland ist dieses „Stammtreffen“ sehr verbreitet und beliebt. Die Deutschen treffen sich regelmäßig und sehr oft in einem Restaurant, einer Bar oder einfach in einer Kneipe, um mit Leuten aus anderen Ländern mit anderen Muttersprachen Kontakt aufzunehmen und andere Sprachen wie französisch, italienisch, spanisch oder japanisch zu üben. Meistens gibt es einen bestimmten Tag in der Woche, an welchem der Stammtisch stattfindet – mindestens einmal pro Monat. Bei diesem Treffen darf natürlich das typische große Glas Bier nicht fehlen. Gute Laune und interkulturelle Beziehungen sind auch erforderlich. Ausländer können auch mit diesem Treffen ihr Deutsch verbessern, Freunde oder andere Landsmänner kennenlernen.

Die Deutschen sind auch berühmt als Reisende; sie reisen gerne, oft und in jedes Land der Welt. Manchmal denkt man, dass die Deutschen schon den Mars besetzt haben! Ein Deutscher fragt dich nach deiner Herkunft und dann erzählt er dir seine eigenen Erfahrungen dort. Manchmal haben sie auch im Ausland gewohnt und haben häufig Familie, Verwandte und Freunde in der ganzen Welt.

Sie lernen auch schneller Fremdwörter und übernehmen gern englische Wörter, auch kombinieren sie sie mit deutschen Begriffen. Nehmen wir z.B. das Wort „Handy“, das Englisch klingt, aber die Englander benutzen dieses Wort eigentlich nicht.

Einerseits werden die Deutschen als romantische Menschen angesehen. Schiller, Goethe oder Wagner sind gute Beispiele dafür. Sie haben Liebe mit Natur in Zusammenhang gebracht. Sie wurden von der klassischen Literatur inspiriert. Die Philosophie spielt ebenso eine wichtige Rolle in der deutschen Kultur und Literatur. Welweit berühmt sind Kant, Nietzsche, Schopenhauer, Karl Marx, Hermann Hesse oder Sigmund Freud. Heutzutage üben ihre Theorien noch einen starken Einfluss auf Geschichte, Politik, Kultur und Gesellschaft aus. Manche Gedanken dieser Philosophen haben sogar die menschliche Geschichte total verändert, wie z.B. die kommunistischen Ideen von Marx oder die Gründung der Psychoanalyse von Freud.

Andererseits hält man die Deutschen für ungeduldig, sogar ein bisschen agressiv. Wenn man zum ersten Mal die deutsche Sprache hört, denkt man daran, dass sie nur Befehle geben. Dann gelten viele Deutsche auch als unflexibel, streng und unfreundlich. Wenn man Deutschland besucht, erfährt man aber oft das Gegenteil. Die meisten Deutschen sind höflich und vertrauensvoll. Trotzdem halten viele Menchsche die Deutschen für ein „extremes“ Volk: Deutscher Charakter zeigt sich entweder als gemütlos oder als zu leidenschaftlich.

Die Deutschen lieben nicht nur Autos, sondern auch Natur und Sport. Die Deutschen gelten als ziemlich gute Sportler und große Naturliebhaber, aber diese Liebe findet man ab und zu „außerordentlich“. Sie sind immer bereit für ein großes Abenteuer. Am meisten kann man einen typischen Deutschen mit dem Fahrrad verbinden. In fast allen Gebieten Deutschlands sieht man Kinder und auch Erwachsene, die mit dem Rad in die Schule oder zur Arbeit fahren. Bei vielen Supermärkten, Geschäften und Schulen sieht man Ständer, um das Fahrrad abzustellen. Man kann auch sagen, dass die Deutschen umweltfreundlicher als Leute anderer Länder sind. Bei vielen Familien merkt man auch, dass sie sorgfältig den Abfall sortieren.

Viele Leute assoziieren auch Deutschland mit technischer Präzision. Die deutschen Produkte stehen für Gründlichkeit und Zuverlässigkeit. Ausländer kaufen sehr oft Autos, verschiedene Maschinen, die in Deutschland hergestellt wurden. Das Etikett „Made in Germany“ steht für hohe Qualität und genießt weltweit ein hohes Ansehen.

Abschließend könnte man einen typischen Deutschen beschreiben als einen Menschen mit Fleiß und Arbeitsamkeit, auf den man zählen kann. Ein Mensch, der immer pünktlich ist und immer Zeit für seine Freunde hat, um ein großes Bier beim Stammtisch zu trinken.

Nicht nur die deutsche Wirtschaft ist ein Vorbild für die ganze Welt, sondern auch die deutsche Lebensführung. Nicht umsonst haben sich die Deutschen an erster Stelle der Nationalbeliebheit platziert.

Der Mensch: Eine Gefahr für die Natur

Mittwoch, den 24. September 2008

von Hatice Doganay, Viktoria Gotovkina und Carlota Pena Castillo

Dieser Text ist im IIK-Wiki (kooperatives Schreiben) zum Thema „Mensch und Natur“ entstanden

Der Mensch braucht die Natur , aber die Natur braucht den Menschen nicht. Viele Fragen kann man sich stellen und Gedanken machen. Seit dem ersten Menschen, der auf der Erde gelebt hat, und der durch die Natur überlebt hat, spielt die Natur eine wichtige Rolle für den Menschen. Aber der Mensch hat so viel von der Natur benuzt, dass er davon abhängig wurde und es heutzutage eine unkontrollierte Nutzung gibt. Außerdem ist der Mensch nicht wichtig für die Natur. Die Natur braucht den Menschen nicht, sie könnte sich gut ohne die Hilfe des Menschen entwickeln. Obwohl manche Menschen manchmal die Natur schützen, wie z.B. Greenpeace, könnte die Natur auch alleine zurecht kommen.

Die Industrielle Revolution hatte während der letzten Jahrhunderte eine steigende Urbanisierung und eine immer weiter wachsende Weltbevölkerung zur Folge. Dies ist zu einer großen Bedrohung für die Natur geworden. Menschen benötigen die Natur, um zu leben. Erstens sind sie ein Teil des Ökosystems und gehören zum Kreislauf des Lebens. Deshalb unterliegen sie den Gesetzen der Natur. Aber sie haben ein Bewusstsein und damit erschufen sie für sich selbst eine neue Welt. Mit dieser Eigenheit haben sie sich von den Begrenzungen der Natur losgelöst und jetzt sind sie kein Teil dieses Kreislaufs mehr. Die Menschen haben für ein besseres Leben neue Technologien entwickelt und abhängig von diesen Entwicklungen haben sie gleichzeitig die Natur verändert. In jedem Schritt der Entwicklungen haben sie durch neue Geräte und neue Anwendungen bewirkt, dass manche Spezies verschwanden und die Luft verschmutzt wurde. Die Menschen haben die Bäume gefällt, um neue Häuser zu bauen, weil die Wohnungen, in denen sie seinerzeit gelebt haben, wegen der steigenden Bevölkerungszahl nicht mehr ausreichend für sie waren. Indem sie viele Auto benutzt haben, die schmutzige Gase in die Luft abgaben, haben sie mit der Reinheit der Luft gespielt. Diese und andere Gründe, die wir nicht in diesem Text nannten, haben den Klimawandel verursacht.

Eines der beliebtesten Themen in den Medien heutzutage ist der Klimawandel. Aber was ist der Klimawandel? Kann man fragen: Ist das eine Veränderung des Klimas? Wie kommt das: Wegen der Natur oder den Menschen? Kann man diese Veränderung noch kontrollieren? Die globale Erwärmung, die seit Ende des 19. Jahrhunderts eingetreten ist, wurde von den Klimatologen analysiert. Sie sind zur Entscheidung gelangt, dass die Aktivitäten der Menschen dafür verantwortlich sind. Die Aktivitäten der Menschen verstärken den natürlichen Treibhauseffekt der Erdkugel, dadurch verschlimmern sie die globale Erwärmung. Man kann als diese Aktivitäten die Benutzung fossiler Brennstoffe(z.B Kohle, Erdöl) und das Verschwinden der Wälder nennen.

Sehr häufig hören wir von Hurrikans, Taifunen, Hitzewellen, Überschwemmungen, Unterernährung, Dürren – es kann nicht in Zweifel gezogen werden, dass der Klimawandel begonnen hat. Und die erste Frage, für die sich alle interessieren ist die Frage nach den Ursachen dieser Klimaveränderung? Über die Ursachen sind die Forscher heute überwiegend einig, auch wenn einige Menschen sich weigern, die Ursachen zu sehen. So waren z.B. elf der letzten zwölf Jahre die wärmsten. Als Gründe dieses Prozesses können die folgende Punkte genannt werden:

Treibhausgase. Dieser Begriff bedeutet Gase, die den Treibhauseffekt, oder einfacher zu sagen, die globale Erwärmung verstärken. Zu diesen Gasen gehören unter anderen Kohlendioxid, Methan, Lachgas. Sie haben natürliche Quellen, aber schädlich sind die von Menschen erzeugten Quellen: die Verbrennung von Kohle, Gas, Erdöl und Holz; Viehzucht; Müllhaufen; Stickstoffdüngung usw.

Emissionen, d.h. die Stoffe, die die Umwelt gefährlich verschmutzen. Die größte Quelle ist die globale Industrialisierung.

Abholzung, die dem Klima und den Menschen schadet, weil die Wälder CO2 in Sauerstoff umsetzen.

Natürliche Ursachen, wie z.B. die Aktivität der Sonne und Orbitalvariationen.

Diese Erwärmung hat schlimme Folgen, nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Natur. Dürren, Hurrikans und Überschwemmungen werden häufiger und intensiver werden. An erster Stelle kann man sehen, dass es schon Probleme mit der Wasserversorgung gibt, wie z.B. in Australien, Süd-Europa und Afrika. Hinzu kommt, dass in vielen Regionen die Agrarexporte (z.B. von Getreide oder Milch) schrumpfen. Eine weitere Konsequenz ist, dass viele Pflanzen nicht mehr an ihren bisherigen Standorten wachsen können.

Der Meeresspiegel steigt und dadurch werden viele Regionen überflutet. Als Folge wird die Landwirtschaft an der Küste durch Versalzung geschädigt. Durch die Erwärmung könnten auch manche Regenwälder (z.B. Amazonas) vertrocknen und zu Savannen werden, weil die Regenperioden sich verändern können und die Pflanzen empfindlich gegen Trockenheit sind. Für die Menschen hat diese Erwärmung die Verstärkerung vieler Krankheiten, extreme Hungersnöte, Trinkwassermangel und eine immer weiter steigende Sterblichkeit zur Folge.

Gegen diesen Klimawandel und diese kontiniuerliche Umweltzerstörung sind viele Organisationen gegründet worden. Mit dem Ziel, die Umwelt zu schützen, haben sie viele Projekte ins Leben gerufen. Einige diese Projekte sind: Naturschutz, Wälder und Tiere schützen, keine Pestizide in der Landwirschaft,Abfälle richtig sortieren und recyclen, Verkehr und Luftreinhaltung, z.B. Feinstaub senken, Filter verbessern, Kraftstoffverbrauch senken, Energieeffizienz steigern, Energie sparen. Ein Projekt wird in Monaragala auf Sri-Lanka gegründet, hier kommt die Energie nicht aus dem Elektrizitätswerk, sonder aus einer Holzvergaseranlage. Noch ein wichtiges Projekt ist „Umweltpolitik“, da viele wichtige Entscheidungen in der Politik getroffen werden müssen. Und viele Projekte mehr. Allerdings wäre das wichtigste Porjekt, dass alle Menschen sich der Probleme bewusst werden und alle gemeinsam die Umwelt schützen.

Die heutige Klimasituation lässt uns nicht daran zweifeln, dass außer natürlichen Gründen des Klimawandels der Konflikt zwischen den Interessen der Menschen und dem Schutz der Natur eine große Rolle spielt. Was kann man machen, um diesen Konflikt zu lösen? Die Antwort ist „nichts“, wenn die Menschen gleichgültig sind, und „viel“, wenn die Leute sich wirklich um die Umwelt, um das Leben und um die Zukunft Sorgen machen. Die Probleme der Klimaveränderung betreffen uns alle. Ein Mensch kann nicht alles verändern, aber in internationaler, globaler Zusammenarbeit könnten diese Gefahren vielleicht gestoppt werden. Die Staatsregierungen müssen wichtigen Maßnahmen ergreifen (z.B. strenge Umweltschutzgesetze, nationale Umweltschutzprogramme und effektive Projekte). Neben den Politikern kann aber auch jeder von uns etwas tun. Ein einfacher Schritt ist der Versuch, die Nutzung umweltfreundlicher Errungenschaften (Energiesparlampen, FCKW-freie Kühlschränke, CO2-freundliche PKWs usw.) zu erhöhen.

Hoffen wir, dass die Menschen die Probleme, die sie verursacht haben, bald lösen können!

IIK Soundslide Nr. 14

Montag, den 15. September 2008

Rund ums Bier

Varvara Murasheva (Russland), Anna Tokareva (Russland), Eloise Wyke (England) und Viktoria Gotovkina (Ukraine) nähern sich dem Thema Bier aus einer ungewöhnlichen und kreativen Perspektive: sie versetzen sich in die Rolle von Bierflasche, Bierglas, Flaschenöffner und Bierdeckel und stellen die Frage, wer denn nun eigentlich der beste Freund des Bieres ist. „Rund ums Bier“ ist der abschließende Beitrag der diesjährigen Soundslides der IIK-Sommerkurse.

Viel Spaß beim Verfolgen des Soundslides…

IIK Soundslide Nr. 13

Donnerstag, den 11. September 2008

Der Brauprozess in der Brauerei Schumacher

Olga Garetskaya (Weißrussland), Valentina Rocchi (Italien), Aksana Kozel (Weißrussland), Maria del Mar Martin Usero (Spanien) und Katarzyna Zielinska (Polen) beschäftigen sich in ihrem Soundslide mit dem Brauprozess in der Altbierbrauerei Schumacher in Düsseldorf. Die fünf Teilnehmerinnen des IIK-Sommerkurses verwenden dazu Informationen, die sie bei einer Brauereiführung vor Ort bekommen haben sowie eigenständig recherchiertes Material.

Viel Spaß beim Verfolgen des Soundslides…

IIK Soundslide Nr. 12

Dienstag, den 9. September 2008

Urige Kneipen

Elena Isaeva aus Russland verbringt einen Monat in Düsseldorf am IIK und verbessert ihre Deutschkenntnisse in der Stufe 6 (Mittelstufe). Da ihr nicht nur die deutsche Sprache gefällt, die sie nach ihrem Studium an der Pädagogischen Universität in Moskau als Deutschlehrerin auch anderen beibringen möchte, sondern sie auch gerne Bier trinkt, präsentiert sie in ihrem Soundslide die Besonderheiten deutscher Kneipen und des Bierbrauens.

Viel Spaß beim Verfolgen des Soundslides…

Ankündigung:

Dienstag, den 9. September 2008

Workshop „IIK-Soundslides“: Brauerei Schumacher

Text von Matthias Bürger
(Der August-Workshop wurde von Kerstin Brümmer und Matthias Bürger durchgeführt.)

„Der IIK-Sommerkurs im August hielt eine Besonderheit für unsere Teilnehmer bereit. Im Rahmen eines Kultur-Events blickten wir auf Bier als einen weltweiten kulturellen Gegenstand und entdeckten zahlreiche Neuigkeiten. Die Teilnehmer machten sich zunächst Gedanken um das Thema Bier und konnten in einem kurzen Quiz herausfinden, was sie bereits über das Thema wissen. Von den Ergebnissen waren alle überrascht, oder hättet Ihr gedacht, dass Bier vor 3000 Jahren von Frauen gebraut wurde?
Den Höhepunkt bildete allerdings der Besuch der Brauerei Schumacher, einer typischen Altbier-Brauerei in Düsseldorf. Hier bekamen die Teilnehmer einen Einblick in den gesamten Prozess des Bierbrauens, den einer der von den Teilnehmern produzierten Soundslides genauer erklärt. Und natürlich musste auch ein Glas echtes Düsseldorfer Altbier im typischen Biergarten probiert werden!
Im zweiten Teil wurden die Teilnehmer kreativ und entwarfen eigene Texte zu von ihnen selbst bestimmten Themen. Hier konnten sie ihre Vorstellungen verarbeiten und gleichzeitig ihre Kenntnisse in Grammatik und Aussprache verbessern. Die Soundslides sind das spannende Resultat dieser Stunden im Sprachlabor und decken Neuigkeiten auf, die sogar die Projekt-Leiter erstaunten. Ich danke allen Teilnehmern und Mitorganisatoren für die schöne Erfahrung und die lustigen Stunden, die wir – besonders während der Perfektionierung – hatten. Wir wünschen allen viel Freude beim Zuhören und Zusehen.“

Im Namen des IIK bedanke ich mich ganz herzlich bei Matthias Bürger für dessen tolle Idee und Projekt-Umsetzung, bei Kerstin Brümmer für die spontane und immer herzliche Unterstützung sowie bei Thomas Kempf für die technische Bearbeitung der produzierten Podcasts.

In Kürze erscheinen die im Projekt produzierten IIK-Soundslides Nr. 12 – 14.

Viel Spaß beim Verfolgen der IIK-Soundslides wünscht

Kim Kluckhohn
-Pädagogischer Leiter DaF-