Monatsarchiv für Februar 2008

Ankündigung:

Mittwoch, den 27. Februar 2008

Workshop „Kreatives Schreiben“

Im Februar hat am IIK ein neuer Workshop zum Thema „Kreatives Schreiben“ stattgefunden. Unter dem Motto „Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige!“ (Voltaire) haben IIK-Studenten zunächst eigene Texte verfasst, die dann später als Podcast produziert worden sind und sowohl als Podcast als auch im Blog veröffentlicht werden.
Zielsetzung des Workshops war es, die Verbesserung des schriftlichen Ausdrucks mit der motivierenden Aussicht, die eigenen Texte im Internet veröffentlichen zu können, zu verbinden. Dabei konnten die Studenten im ersten Teil des Workshops kreativ mit der deutschen Sprache experimentieren, in den verschiedenen Phasen des Schreibprozesses und in Schreibkonferenzen ihre Texte verbessern sowie in der Arbeit mit diversen Wörterbüchern mehr über das Schreiben lernen. Im zweiten Teil bei der Produktion der Podcasts konnten sie – konfrontiert mit der eigenen Stimme – an der Präsentation ihrer Texte arbeiten und phonetische wie intonatorische Feinheiten verbessern.
Herausgekommen ist eine gelungene Mischung aus Spaß am Schreiben und Podcasten, Kreativität und Entdecken neuer Möglichkeiten beim Schreiben sowie den IIK-Podcasts Nr. 19 bis 24, die in Kürze zum Anhören und/oder Downloaden auf www.iik-duesseldorf.de/blog zur Verfügung stehen werden.

Kim Kluckhohn
-Pädagogischer Leiter DaF-

Das erste Mal in Europa!

Freitag, den 22. Februar 2008

von Viviana Saenz

Mein erstes Mal in Europa war 1996. Ich war 19 Jahre alt. Ich war recht jung und ein wenig unreif. Ich wusste nicht wirklich, was ich mit meinem Leben tun wollte. Ich wusste nicht, was ich studieren oder werden wollte. Wann immer ich versuchte etwas zu tun, endete es immer schnell, so wurde ich z.B. als ich mich an einer Universität beworben habe, nicht angenommen. Die Gründe dafür waren meiner Meinung nach dumm. Da ich nicht in der Lage war zu studieren, was ich eigentlich wollte, suchte ich nach einem Job. Ich fand einen als Sekretärin / Übersetzerin in einem Büro für Öffentlichkeitsarbeit. Das Gehalt war wirklich gut und ich war sehr glücklich. Ich verdiente mein eigenes Geld und ich war Teil der großen Geschäftswelt, ohne die Notwendigkeit zu einer Universität zu gehen und einen Abschluss zu machen. Das dachte ich zu dieser Zeit. Meine Mutter war besorgt, dass ich keine höhere Ausbildung machen wollte.

Eines Tages fing sie an, mit mir über ein Studium im Ausland zu sprechen. Um genauer zu sein, sie schlug mir vor, in Italien zu studieren. Ich sagte ihr, dass das gut klingt und dass ich, wenn ich eine Gelegenheit bekommen würde, ich diese nutzen würde. Ich dachte nicht wirklich, dass sie das ernst meint. Sie hörte nicht auf, davon zu sprechen, bis sie mir auf die Nerven ging. Ich wollte nichts mehr darüber hören. Ich war sehr glücklich mit dem, was ich tat. Wenn ich mich nicht irre, kam sie am Anfang des Sommers in mein Zimmer und begann noch einmal über das Thema zu sprechen. Das Einzige, woran ich mich erinnern kann ist, dass sie mich fragte, ob ich Töpfern mag und ob ich Italienisch lernen möchte. An diesem Tag hatte ich einen schlimmen Kater und ich sagte „Ja“ zu allem, was sie mich fragte.

Ein paar Tage später gab sie mir ein Flugticket, meinen Pass, etwas Geld und Informationen über Schulen und Gastfamilien. Ich verstand nicht, was passierte bis sie mir sagte, dass ich am nächsten Tag einen Termin bei der italienischen Botschaft habe. Ich war geschockt, dass sie mich nicht vorher gefragt hatte. Aber sie hatte mich, an diesem Tag als ich nicht ganz ich selbst war, gefragt. Heute bin ich sehr froh, wie alles gelaufen ist. Ich glaube, ohne Kater hätte ich das Angebot damals abgelehnt, weil ich diese Chance nicht zu schätzen wusste.

Leben in Düsseldorf

Montag, den 4. Februar 2008

von Chika, Gina, Jeremy und Samy

Wir sind alle hier, weil wir Deutsch lernen wollen. Jeder von uns hat einen Grund in Deutschland zu sein.

Ich heiße Chika. Ich komme aus Japan. In Japan gibt es viele Hochhäuser, leckere Gerichte, Kurorte mit heißen Quellen usw. Aber es gibt zu viele Leute in Japan, besonders in Tokio. Am Anfang war ich über die Stille der Stadt erstaunt. Im Augenblick gewöhne ich mich an die Atmosphäre.

Ich bin übrigens seit vier Monaten in Düsseldorf. Da mein Vater hier arbeitet, bin ich auch hierher gekommen. Ich denke, dass man sein Leben hier genießen kann. Jetzt lerne ich Deutsch beim IIK. Ich möchte euch nun meine Kameraden vorstellen.

Ein Kamerad heißt Jeremy. Er kommt aus Neuseeland. Er ist traurig Neuseeland zu verlassen, aber seine Freundin ist Deutsche und sie kommt aus einem Dorf in der Nähe von Düsseldorf. Es war die richtige Wahl nach Düsseldorf zu kommen, weil sie in Neuseeland schon drei Monate zusammen gelebt haben. Jeremy hat das IIK ausgewählt, weil es die erste Schule war, die er im Internet gefunden hat.

Ein anderer Kamerad heißt Samy. Er kommt aus Israel. Er ist auch traurig Israel zu verlassen, weil er seine Familie sehr vermisst. Er ist nach Deutschland gekommen, weil er hier studieren möchte. Er möchte Zahnarzt werden. Deshalb muss er viel lernen, denn er muss die entscheidende DSH-Prüfung bestehen.

Meine Kameradin heißt Gina. Sie kommt aus Taiwan. Sie ist nach Deutschland gekommen, weil sie an einer Musikhochschule in Deutschland studieren möchte. In Zukunft möchte sie in einem Orchester mitspielen.

Auf diese Weise haben wir alle einen anderen Grund, hier zu sein. Ich denke, dass unser Leben hier hart ist, weil wir fern unserer Heimat leben müssen. In einem solchen Fall erinnere ich mich immer an einen Spruch meines Lieblingslehrers. Mein Meister sagte: „Jeder Winter wird zum Frühling. Hoffnung macht die Menschen unbesiegbar!“

Wir wollen uns alle anstrengen unser Ziel zu erreichen.