Monatsarchiv für Dezember 2007

IIK Podcast Nr.18

Mittwoch, den 19. Dezember 2007

Weihnachten in Frankreich – ein Fest der Kulturen

Camille

Camille V. ist 22 Jahre alt und kommt aus Frankreich. Sie lebt in Paris und ist bereits zum zweiten Mal in Düsseldorf am IIK, um ihr Deutsch zu verbessern. Im Dezember besucht sie die Stufe 10 (Oberstufe).
In ihrem Podcast berichtet Camille über typische französische Traditionen und Bräuche in der Weihnachtszeit, aber auch über ganz persönliche Erlebnisse, die sie mit Weihnachten verbindet und die in ihrer Familie wichtig sind. Teilen, Gastlichkeit und Liebe sind dabei drei Schlüsselwörter für sie.

Als besondere Zugabe befindet sich im Blog der zum Podcast gehörende Text.

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Weihnachten in Frankreich – ein Fest der Kulturen

Mittwoch, den 19. Dezember 2007

von Camille V.

„Paris, Anfang Dezember… Im Fernsehen laufen schon ein paar Werbungen, die oft Kinderspielzeuge betreffen… Draußen ist es kalt…. Doch man genießt das Laufen durch erleuchtete Straßen… Überall gibt es Weihnachtsgirlanden, die Leute tragen Weihnachtsgeschenke, durch viele Fenster erkennt man einen geschmückten Weihnachtsbaum und wenn man wirklich friert, kann man auf den Weihnachtsmarkt gehen und Glühwein trinken. Ab Dezember, sogar früher, scheint die zauberhafte Atmosphäre des Weihnachtsfests überall!

Was Kinder in dieser Zeit besonders mögen sind die Weihnachtsschaufenster.

In der Tat gibt es in Paris zwei bekannte Kaufhäuser, deren Schaufenster mit beweglichen Teddys dekoriert sind. Dieses Jahr hat das Kaufhaus „Le Printemps“ das Thema „nordische Weihnacht“ gewählt, während die „Galerie Lafayette“ die „glänzende Weihnacht“ beschwört hat.

Nach den Schaufenstern kann man sich mit dem Weihnachtsmann fotografieren lassen. Ob er der echte Weihnachtsmann ist, kann man nie wirklich sicher sein. Früher haben meine Eltern zu mir gesagt, dass es viele Weihnachtsmannhelfer gibt. Sie unterscheiden sich von dem Weihnachtsmann mit der Farbe der Schuhe. Das war aber nicht eine so deutliche Information! Ich habe sie aber sehr ernst genommen.

Im Dezember feiert man auch das Sankt-Nikolaus-Fest. Diese Tradition kommt aber aus dem Osten. Familien, die nicht im Osten leben oder aus dem Osten kommen, feiern es also nicht. In meiner Familie hat man für dieses Fest immer Honigkuchen bekommen. Dazu auch einen Brief, in dem Sankt Nikolaus zu uns sagte, was wir in dem Jahr gut oder schlecht gemacht hatten. Dadurch haben meinen Eltern sich voll ausgedrückt!

Aber was passiert eigentlich in dem Weihnachtsfest, in der Nacht des 24. Dezember? Und was bedeutet dieses Fest? Weihnachten ist ein christliches Fest, das die Geburt Jesus Christi feiert. Nach einer Umfrage im Jahr 2007 gibt es in Frankreich 51% Katholiken. Nur die Hälfte der Katholiken glauben aber an Gott. 31% sind Atheisten, 4% Muslim, 3% Protestanten und 1% Juden. Selbst wenn die Religion in Frankreich keine so große Rolle spielt und Weihnachten ursprünglich ein religiöses Fest ist, feiert trotzdem die Mehrheit der Franzosen Weihnachten. Dieses Fest ist mehr eine Tradition als ein Band mit der Religion. Deswegen gibt es auch Leute, die nicht christlich sind, die Weihnachten feiern. Der Weihnachtsmann gefällt sehr den Kindern und kann als universell betrachtet werden. Die Leute, die aber an Jesus Christus glauben, gehen aber oft vor dem Essen, am Abend des 24., in die Kirche.

Dann kommt das Essen. Viele Franzosen, die genug Geld dafür haben, geniessen ein Stück „foie gras“ als Vorspeise. Das „foie gras“ ist wörtlich eine fettige Leber, die aus einer Gans oder einer Ente kommt. Um dieses Luxusprodukt zu machen, muss man das Tier mästen. Das bedeutet, dass es zu viel Essen bekommen muss, selbst wenn es satt ist. Dafür muss man gewalttätig sein. Diese Leber schmeckt also sehr gut, aber wird nicht von Tierfreunden gemocht. Als Hauptspeise bekommt man oft eine Gans oder eine Ente mit Maronen. Als Nachtisch isst man einen Kuchen, das „buche“ (auf deutsch „Holzscheit“) genannt wird. Zwischen der Hauptspeise und dem Nachtisch öffnet man die Geschenke. Für die Kinder, die an den Weihnachtsmann glauben, benutzt man eine Schlauheit, damit sie nicht entdecken, dass eigentlich die Eltern diejenigen sind, die die Geschenke bringen.

Weihnachten verbringt man am häufigsten mit seiner Familie. Da meine Eltern nicht so eine gute Beziehung mit der Familie haben, feiern wir aber Weihnachten mit Freunden, die katholisch, jüdisch oder muslimisch sind. An diesem Tag spielt für uns die Religion keine Rolle. Nun ist wichtig ein leckeres Essen mit den Leuten, die am wichtigsten für uns sind, zu verbringen. Weihnachten bedeutet also für uns Teilen, Gastlichkeit, Liebe… ob man an Gott glaubt oder nicht, ob man christlich ist oder nicht: man kann sich an diesem Tag an den gleichen Tisch setzen und etwas zusammen genießen.“

IIK Podcast Nr.17

Dienstag, den 18. Dezember 2007

Weihnachten und Silvester in Ecuador

MariaMaria Leon ist 27 Jahre alt und kommt aus Ecuador. Weil sie sich für die deutsche Kultur interessiert, lernt sie Deutsch am IIK, derzeit in der Stufe 7 (Mittelstufe). Deutsch in Deutschland zu lernen, ist ihr besonders wichtig. In ihrer Freizeit liest und wandert sie gerne, außerdem gehört backen zu ihren Hobbys.
In ihrem Podcact erzählt Maria über spannende Bräuche und Traditionen zu Weihnachten und an Silvester in ihrem Heimatland Ecuador. Welche Rolle dabei Clowns, Koffer und verbrannte Strümpfe spielen, darüber erfahren wir von Maria mehr.

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IIK Podcast Nr.16

Montag, den 17. Dezember 2007

Id ul-Adha – Das islamische Opferfest

Fatma

Fatma Iraqi ist 19 Jahre alt und kommt aus Israel. Sie hat am IIK begonnen, Deutsch zu lernen und hat mittlerweile die Stufe 7 (Mittelstufe) erreicht. Ihr Ziel ist es, in Deutschland Medizin zu studieren, um – wie sie selbst sagt – den Leuten so gut wie möglich helfen zu können.
Das Thema „Weihnachten“ war für Fatma deshalb besonders interessant, da dieses Fest in ihrer muslimischen Heimat nicht gefeiert wird. Die Weihnachtsbräuche in Deutschland waren ihr bisher fremd. Die Teilnahme am Podcast-Workshop bedeutete daher für sie die Möglichkeit, über das Opferfest in Israel zu sprechen, das 2007 4 Tage lang ab dem 20. Dezember gefeiert wird. Ebenso wie Weihnachten für Fatma unbekannt war, sind die Traditionen und Bräuche des Opferfests in Deutschland nur wenigen bekannt. Fatma wird uns nun in ihrem Podcast mehr darüber erzählen.

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IIK Podcast Nr.15

Dienstag, den 4. Dezember 2007

Politikbewusstsein ohne Fernsehen, Zeitung und Radio

CamilleAuch wenn sie es in ihrem Podcast nicht erwähnt: Camille V. weiß, dass Pünktlichkeit nicht ihre Stärke ist. Kreativität dafür umso mehr, und die brauchte Camille, die in der Stufe 9 (Oberstufe) am IIK Deutsch lernt, da sie wegen Ihrer Verspätung keinen Interview- Partner mehr in der Klasse hatte und daher introspektiv arbeiten und sich selbst „befragen“ musste. Herausgekommen ist ein spannendes Portrait von Camille über Camille, das sie in der dritten Person verfasste. Das Leben sei überraschend, sagt Camille, die Unterrichtssituation überraschte sie auch, aber da sie das Abenteuer liebt, war das vielleicht genau das Richtige für sie.

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Kommentieren im IIK Düsselblog

Dienstag, den 4. Dezember 2007

Ab sofort besteht die Möglichkeit, die Beiträge im IIK Düsselblog zu kommentieren. Eine Registrierung ist dazu nicht notwendig, ausreichend ist die Angabe eines Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse, die aber im Kommentar nicht angezeigt wird.

Viel Spaß beim Kommentieren wünscht

Kim Kluckhohn
-Pädagogischer Leiter DaF-

IIK Podcast Nr.14

Montag, den 3. Dezember 2007

Familie, Arbeit und Golf spielen in Deutschland

AcinNoviantini Suwardjo (Acin) hat lernt am IIK seit der Stufe 6 (Mittelstufe) Deutsch und hat im November die Stufe 9 (Oberstufe) besucht. Sie portraitiert Carmen aus Peru, die seit 9 Monaten in Deutschland lebt und hier auch geheiratet hat. In Acins Podcast bekommen wir einen Einblick in Carmens Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftspläne und erfahren, wie sich ihr Leben in Peru von ihrem Leben in Deutschland unterscheidet.

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