Unternehmensgründungen sind ein populäres Thema im Unterricht Wirtschaftsdeutsch. Sie standen gerade in den letzten Jahren im Zentrum staatlicher Fördermaßnahmen und im Rampenlicht der Medien. Wir erinnern uns: Im Zuge der Internet-Euphorie entstanden besonders viele neue Unternehmen mit geliehenem Geld und hochfliegenden Erwartungen. Im Herbst letzten Jahres crashten jedoch erst die Börsenkurse und dann die Firmen. Jetzt rollt die Pleitewelle. 2001 könnte ein Rekordjahr werden. Betrachten wir deshalb mal das vorläufige Ende eines Unternehmens: die Insolvenz (so der juristische Fachausdruck), auch Konkurs genannt. Im Schnitt werden jährlich genau so viele Unternehmen gegründet wie Pleite gehen. 2000 haben etwa 500.000 Arbeitnehmer in Deutschland dadurch ihren Arbeitsplatz verloren, wurden rund 53 Milliarden DM Schaden verursacht, wie folgender kurzer Artikel zusammenfasst:
http://www.hamburg.ihk24.de/ 
 
 
Was sind die Hauptursachen für die Pleite? Vor allem Finanzierungsmängel:
http://www.br-online.de/alpha/job/chefsache/start/pleite.html

Seit 1999 gibt es übrigens auch die Verbraucherinsolvenz, d.h. auch eine überschuldete Privatperson kann sich mit seinen Gläubigern unter bestimmten Bedingungen auf einen Vergleich einigen, zahlt nur einen Teil der Schulden zurück und ist dafür nach sieben Jahren wieder schuldenfrei.
Was im Falle eines Insolvenzantrages genau passiert, hat Relevanz für die Kunden eines gefährdeten Unternehmens, mehr noch für die Lieferanten, die auf unbezahlten Rechnungen sitzen, und vor allem für die Arbeitnehmer, die ihren Job verlieren. Auch im internationalen Handel sollte man Bescheid wissen, was passiert und wie man sein Geld retten kann. Zur Verbraucher- wie Firmeninsolvenz informiert aus Arbeitgeber- wie Arbeitnehmersicht am besten das ausführliche Dossier von Focus Online:
 
 

Man kann auch international vergleichen (1997-1999):
http://www.konkurse.com/inso-daten.php