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IIK - Dokumentationen einzelner Veranstaltungen

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Sommerschulen und internationales Hochschulmarketing
(Prof. Christine Schwarzer, Vorsitzende des IIK)

 
Sehr geehrte Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen aus allen Fakultäten der H-H-U,

es ist mir eine besondere Freude, Sie heute zum diesjährigen internationalen Empfang begrüßen zu dürfen.

 
Diese Veranstaltung ist ja schon fast zur festen Einrichtung geworden und sie gewinnt noch an Bedeutung in einer Zeit, in der  es zentral um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Universitäten, die Angleichung von Studienleistungen im europäischen Raum und die Öffnung der Unis in Richtung Wirtschaft geht.
 
Die heutige Veranstaltung steht unter dem Motto "Sommerschulen" und "Hochschulmarketing".
 
Ich weiß nicht, was Sie assoziieren, wenn Sie das Wort Sommer hören, aber ich bin sicher, daß  auch Sie eher an Urlaub, Sonne, Palmen, Sport, faulenzen oder Meer  denken als an Schule, Kolleg, Kurs, Universität, büffeln oder gar Zertifikat.
 
Im Sommer sind ja auch Universitäten traditionell Studenten- und Dozentenfreie Zone, abgesehen vielleicht von der interessanten Spezies der Prüflinge und Prüfer.
 
Aber ließe sich aus dieser Konstellation nicht etwas Interessantes und sogar Lukratives für den Studien- und Wissensstandort Deutschland machen? Weshalb nicht den Campus während der Sommermonate zum Treffpunkt von Weiterbildungsangeboten machen sowohl für Hochschul interne Weiterbildung aller Gruppen, für Fortbildung ehemaliger Studierender, die bereits  erfolgreich im Beruf Fuß gefaßt haben, für ausländische Studierende, die das Land kennen lernen und die Sprache lernen möchten, für alle, die ein Interesse an einem bestimmten Gegenstand haben oder einfach neugierig auf einen Gedankenaustausch  mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen sind.
 
Schon die Väter des Strukturplans des Deutschen Bildungsrates hatten 1970 erkannt, daß Weiterbildung die vierte Säule des Bildungssystems sein sollte, sie konnten sich mit ihrer Meinung allerdings nicht so recht durchsetzen.
 
Heute bewerten wir den Stellenwert eines lebenslangen, permanenten Lernens gänzlich anders, denn es hat sich gezeigt, daß die Zeiten, zu denen junge Mensch  sich mit einem Rucksack an Wissen und Lebensbewältigungskompetenz in Schule und Ausbildung bevorrateten,  der dann für ein ganzes Leben reichte,  längst vorbei sind. Heute werden  Flexibilität, ständiges Auffrischen von Wissen, Überprüfung von Perspektiven und Bewertungen, auf dem Laufenden  bleiben bzgl. Medienkompetenz sowie etwas, das im Jargon "internationale Kompetenz" genannt wird, gefordert. Im Zeitalter des schnellen Wissensumschlags ist es für alle Bevölkerungsgruppen nötig, sich permanent neu zu orientieren, nicht nur in beruflicher Sicht.
 
Hochschulen, und  besonders Universitäten, haben bisher nicht  viel mit der Weiterbildung anfangen können, aber ich denke, das muß und wird sich in Zukunft ändern. Nicht nur, weil im neuen Universitätsgesetz die Weiterbildung ausdrücklich zu den Aufgaben der Unis zählt, sondern auch,  weil Internationalisierung der Studiengänge und des Studienangebots sowie die Umsetzung von Forschungsbefunden in international "verkaufbare" Weiterbildungsangebote eingefordert werden. Eine internationale Vermarktung solcher Sommerkursmodule, die natürlich den europäischen Normen der Kreditpunktvergabe entsprechen müßten, könnten 1.) die Reputation der Hochschule erhöhen, 2.) als Zeichen für die objektive Qualität des Angebots gewertet werden, 3.) die in- und ausländische Nachfrage erhöhen und natürlich 4.) auch  die finanzielle Situation verbessern.
 
Da die Alternsforschung  uns zudem  gezeigt hat, daß wir Menschen unter bestimmten Voraussetzungen  lebenslang fit genug bleiben können für Lernprozesse - man kann das auch positives Altern nennen -  bieten sich hier vielfältigste Adressaten und Inhalte an.
 
Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft könnte sich z.B. in Kursen zu Coaching, Fremdsprachen, Angebote an Expatriates, Beratung oder Praktikumsbegleitende  Veranstaltungen . Da solche Kurse mit Zertifikaten abschließen, die auch für die Karriere jedes Einzelnen bedeutsam sein können, wird der Aufbau einer breiteren Sommerschulkultur an dieser finanziellen Frage sicher nicht scheitern. 
 
Zudem ließen sich durchaus auch einige der eingangs erwähnten Aspekte kombinieren. Lernen geschieht nämlich nicht nur in Alterskohorten   und nach einem festen Curriculum. Neben das geplante Lernen, das in Schule und Universität dominiert, tritt das beiläufige Lernen, das durch Erfahrungen im Umgang mit fremden Kulturen, durch sportliche Gemeinschaftsaktionen, durch Feste und Austausch bzw. Konfrontation mit anderen Meinungen und Kulturen  aktiviert wird. Ein solches beiläufiges Lernen bejahen wir ja auch fast durchgängig für unser traditionelles Sommerprogramm, den Urlaub. Auch hier möchten wir Land und Leute kennen lernen und vielleicht sogar die Landessprache beherrschen. 
 
Fassen wir es doch als Herausforderung auf, unser Sommerschulprogramm an der Heinrich-Heine-Universität weiter auszubauen (wenn Sie momentan im Internet danach suchen, finden Sie natürlich schon die Kurse "Deutsch als Fremdsprache" u.ä.). Versuchen wir es doch, wie es die FU in Berlin mit Erfolg vorexerziert hat, einen großen Teil der Veranstaltungen in englischer Sprache abzuhalten und nutzen wir doch das wunderschöne Ambiente, das wir neuerdings in Form von Schloß Mickeln zur Verfügung steht, damit haben wir schon einmal Rahmenbedingungen geschaffen, unter denen Lernen Spaß macht und zu eigenem Weiterdenken anregt. Ich wünsche uns allen,  daß wir in diesem Sinne bald etwas zustande bringen, daß dem Standort Düsseldorf und der Heinrich-Heine-Universität alle Ehre macht. Vielleicht kann der heutige Abend etwas dazu beitragen. In diesem Sinne sage ich nochmals "herzlich willkommen" und viel Positives in kognitiver, emotionaler, sozialer und kulinarischer Hinsicht.
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